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NeffentrickZwei Wienerinnen eine Viertelmillion abgeluchst: Betrugsprozess

Die Hintermänner und Komplizen des 23-jährigen Angeklagten konnten bisher nicht ausgeforscht werden.

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Weil er bei einer Neffentrick-Bande mitgemacht hat, ist ein 23-jähriger Slowake am Freitag am Wiener Landesgericht wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt worden. Die bereits rechtskräftige Strafe fiel angesichts einer Schadenssumme von über 200.000 Euro mit zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt, moderat aus.

Zurückzuführen war das auf eine unter dem damaligen Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) verabschiedete Gesetzesnovelle, seit der bei Vermögensdelikten die Härte des Gesetzes nur mehr dann greift, wenn den Tätern ein Schaden jenseits einer Wertgrenze von 300.000 Euro nachgewiesen werden kann. Wird dieses Limit nicht erreicht, ist selbst bei abgefeimten Betrügereien, die auf Kosten betagter Menschen gehen, und gewerbsmäßiger Tatbegehung nur mehr ein Strafrahmen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren vorgesehen.

Besonders übel mitgespielt

Davon profitierte der 23-jährige Slowake, der in eine kriminelle Organisation eingebunden war, die im vergangenen Frühjahr zwei betagten Wienerinnen besonders übel mitgespielt hatte. Eine 81 Jahre alte Frau erhielt Ende März einen Anruf von einem Unbekannten, der sich als Sohn eines längst verstorbenen Schulkollegen ausgab, den die alte Dame zuletzt vor vier Jahren auf einem Begräbnis gesehen hatte. Der Anrufer schilderte der 81-Jährigen, er sitze aufgrund eines Hauskaufs in einer finanziellen Klemme. Ob sie ihm nicht helfen könne, fragte er. Im Zuge weiterer Telefonate - wie später von der Polizei festgestellt wurde, wurde die 81-Jährige in mehr als 140 Telefongespräche verwickelt - brachte der Mann die Pensionistin dazu, dass diese über 55.000 Euro von ihrem Konto behob und ein Schließfach mit Goldmünzen im Wert von zumindest 130.000 Euro leerte.

Bank schlug Alarm

Dieses Vermögen übergab sie bei drei Treffen zwischen dem 2. und 8. April dem 23-jährigen Slowaken, der sie als vorgeblicher "Herr Neumann" an ihrer Wohnadresse in Wien-Döbling aufsuchte. Bei der ersten Begegnung trug der Mann eine zehn Kilogramm schwere Tasche davon - sie war mit dem Gold gefüllt. Beim dritten Besuch konnte der 23-Jährige festgenommen werden - die Bank der 81-Jährigen hatte bei deren Tochter Alarm geschlagen, weil aufgefallen war, dass die Mutter innerhalb kürzester Zeit einen immensen Geldbedarf hatte. Die Tochter schaltete die Polizei ein, die sich in der Nähe der Wohnung auf die Lauer legte.

Nach der Festnahme des jungen Slowaken stellte sich heraus, dass dieser nur wenige Häuser weiter am 3. April bei einer 82 Jahre alten Frau vorbeigeschaut hatte, die zuvor ebenfalls von einem vorgeblichen Bekannten angerufen und um Geld gebeten worden war. Ihr hatte sich der Slowake ebenfalls als "Herr Neumann" vorgestellt. Sie übergab ihm 15.000 Euro in bar und ihren gesamten Schmuck im Wert von mindestens 10.000 Euro.

Die Hintermänner und Komplizen des 23-Jährigen konnten bisher nicht ausgeforscht werden. Sie dürften sich Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge in der Slowakei und in Deutschland befinden.

 

Kommentare (1)

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wahrheitverpflichtet
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SCHEINHEILIGKEIT!

WAS IST DAS FÜR EIN URTEIL? DIESE METHODEN SIND so was von hoch kriminell das man sie mit mindestens 10 Jahren Zuchthaus bestrafen sollte und das ohne Bewährung ein paar Monate für 200 000 tausend wie lange muss ein mensch sparen das er solch eine summe auf der hohen kannte hat. diese alten menschen sind so zu schützen wie kinder jeder der betagte menschen so abzogt sollte für Jahre hinter gitter und die Auftragsteller sowie so und das gesamte vermögen dieser zigeuner beschlagnahmen ab nach Sibirien lächerlich dieses urteil warum kommt da nicht der banden Paragraf hinzu UND HEIMTÜCKE

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