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"Coole Straßen"Wien richtet Erfrischungszonen in Hitzegebieten ein

Vorerst kühlende Maßnahmen in drei Bezirken. Bänke, Pflanzen, Rasen und Nebelduschen bleiben vier Wochen.

'COOLE STRASSEN' ALS SOFORTMASSNAHME ZUR WIENER HITZEKARTE
© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Dicht verbaute Gebiete in der Stadt gehören an heißen Tagen naturgemäß zu Hitze-Hotspots. Wien hat nun an drei besonders betroffenen Orten spezielle Erfrischungszonen eingerichtet, in denen sich erschöpfte Anrainer bzw. Passanten ausruhen können. Vorerst gibt es drei öffentliche Pausenräume, die mit Bänken, zusätzlichen Pflanzen, Rollrasen und Sprühnebelanlagen ausgestattet wurden.

"Es ist heiß und es wird noch heißer", konstatierte die Initiatorin, Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Grüne), am Freitag bei der Präsentation der Aktion "Coole Straße" in der Hasnerstraße in Ottakring, wo sich eine der kühlen Zonen befindet. Zwei weitere wurden in der Hardtmuthgasse in Favoriten und in der Kleistgasse im Bezirk Landstraße eingerichtet - an Orten, an denen auch ein Baum- bzw. Pflanzenbestand für Schatten sorgt.

Vier Wochen lang wird das Projekt getestet, danach wird evaluiert, ob und in welchem Ausmaß im kommenden Jahr eine Fortsetzung erfolgen wird, hieß es. Die neuen Grätzl-Treffpunkte stehen allen Vorbeikommenden kostenlos zur Verfügung. Die kühlen Inseln werden von jeweils einer Person betreut. Sorgen, dass die Freiluft-Wohnzimmer zur Partymeile mutieren, brauchen Anrainer nicht haben, wie versichert wird. Man werde die Nachtruhe jedenfalls einhalten.

Für Nachtruhe wird gesorgt

Ein Teil des Mobiliars wird zudem jeden Tag weggeräumt und in einem Container verstaut. Und es wurden zwar unterschiedliche Sitzgelegenheiten postiert, ein gastronomisches Angebot wird es jedoch nicht geben.

Für den Autoverkehr wurden die Bereiche gesperrt. In der Hasnerstraße sind etwa 28 Parkplätze weggefallen. "Ich habe immer gesagt, dass mittelfristig kein Weg an der Verkehrsberuhigung vorbeiführt", sagte Hebein. Man wolle den Wienerinnen und Wienern den öffentlichen Raum wieder zurückgeben. Gedacht sei das Angebot nicht zuletzt für Kinder oder ältere Menschen, die bei hohen Temperaturen kaum mehr ihre Wohnungen verlassen würden, betonte sie.

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