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Demo für 11. Juni angekündigtWiener Fiaker rufen zum Protest

Kritisiert wird unter anderem der mögliche Wegfall von Standplätzen am Michaelerplatz sowie die drohende Verpflichtung zu Gummihufbeschlägen

Sujetbild © APA/HANS KLAUS TECHT
 

Wenn am 11. Juni Fiaker mit ihre Kutschen zum Wiener Rathaus kommen, ist das nicht als Einladung zu einer Rundfahrt zu verstehen. Vielmehr wird es sich um eine ganztägige Protestkundgebung handeln, wie Vertreter der Branche heute, Montag, angekündigt haben. Kritisiert wird unter anderem der mögliche Wegfall von Standplätzen am Michaelerplatz sowie die drohende Verpflichtung zu Gummihufbeschlägen.

Bis zu 150 Pferde könnten an der Aktion beteiligt sein, wie die Sprecherin der Fiakerbetriebe in der Wirtschaftskammer, Ursula Chytracek, Christian Gerzabek von der Initiative "Pro Fiakerkultur" und die Tierärztin Isabella Copar heute im Rahmen einer Pressekonferenz in einem Simmeringer Fiakerunternehmen betonten. Starten wird die Demo um 7.00 Uhr, beendet wird sie erst am Abend. Ein Verzicht auf die Kundgebung ist durchaus möglich, wie heute versichert wurde. Allerdings müssten dafür einige Forderungen erfüllt werden, hieß es.

Das sind die Forderungen

Ein entsprechender Katalog wurde heute präsentiert. Verlangt wird etwa, dass der Standplatz Stephansplatz, der im Zuge des Umbaus des Areals von 24 auf zwölf Plätze verkleinert wurde, wieder um zumindest sechs Aufstellplätze vergrößert wird. Bei großem Kundenandrang sei die Zahl der Fuhrwerke nämlich zu wenig, die Pferde könnten sich kaum erholen, wurde beteuert.

Im Raum steht weiters, dass künftig die Kutschen zur Gänze vom Michaelerplatz verdrängt werden könnten. Zwar gibt es dazu noch keine definitive Entscheidung, man sei jedoch strikt gegen eine Verlegung in Seitengassen, wurde betont. Als sinnvolle mögliche Alternative wurde heute jedoch eine Rückverlegung auf den Heldenplatz - wo Fiaker früher bereits auf Kundschaft warten durften - genannt. Als wenig geeignet wurde der aktuelle Standplatz beim Burgtor bewertet. Er entspreche nicht dem Tierschutz und auch nicht den "geschäftlichen Rahmenbedingungen", wurde beklagt.

Auch die immer wieder ins Treffen geführte Beschädigung des Straßenbelags durch die Hufe sind den Fiaker-Aktivisten ein Dorn im Auge. Dass 50 Fuhrwerke die "ganze Stadt ruinieren", wird angezweifelt. Versuche mit Gummibeschlägen hätten bis dato noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse gebracht, wie heute dargelegt wurde. Tierärztin Isabella Copa verwies auf den Umstand, dass Sehnen und Gelenke der Tiere durch den rutschfreien Kunststoffbelag teils stark belastet würden.

Zudem würden die Gummibeschläge oft nicht lange halten. Branchensprecherin Ursula Chytracek berichtete, dass diese bei de ersten Tests schon nach wenigen Tagen abgenutzt gewesen seien. Inzwischen sei der Zeitraum etwas länger. Eisenbeschläge würden aber üblicherweise fünf bis sechs Wochen halten.

Einrichtung einer Arbeitsgruppe

Verlangt wird auch die Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit Dienststellen der Stadt, Vertretern von Unternehmen, Tierärzten oder auch Hufschmieden. Auch die Reduktion der Stehtage für Pferde wird gefordert. Denn längere Stehzeiten würde die Verletzungsgefahr erhöhen und verhindern, dass die Tiere die entsprechende Kondition bekämen, hieße es.

Die Politik müsse sich entscheiden, verlangte Gerzabek: "Will man Fiaker aus der Stadt weghaben oder bekennt man sich dazu." Die Aktion vor dem Rathaus sei ein "endgültiger Hilfeschrei".

 

Kommentare (2)

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koarlb
1
0
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den millionen-werbewert .....

..... dieser berufsgruppe nicht zu vergessen .....
de in der stadt-verantwortlichen soll´n den sch .... zahlen.
kommt ja schließlich uns allen auf irgendaner art und weise wieder zugute.

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Estarte
10
10
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SCHLUSS MIT TIERQUÄLEREI !!!!

Fiaker RAUS AUS DER STADT !!!!!
TIERQUÄLER stellen Forderungen ! geht s noch ?

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