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Als Paketzusteller ausgegeben Prozess um brutalen Überfall im Finale: Opfer geladen

Nach einem Überfall auf ein Paar mit Baby in dessen Wohnung in Wels, bei dem u.a. Krypto-Geld im Wert von 210.000 Euro erbeutet wurde, ist der Prozess am Donnerstag im Landesgericht mit den Aussagen von Zeugen fortgesetzt worden.

OBEROeSTERREICH: PROZESS NACH HOME-INVASION IN WELS
© FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM
 

Auch die Opfer waren geladen. Der Geschworenensenat könnte am Nachmittag ein Urteil fällen. Die fünf Angeklagten hatten sich bereits tags zuvor schuldig bekannt, spielten die Tat jedoch herunter. Außerdem wollen sie nicht gewusst haben, dass auch eine Frau und ein Baby in der Wohnung sein werden. Am 19. Juni des Vorjahres läuteten die Angeklagten am späten Vormittag bei der Familie in Wels, gaben sich als Paketzusteller aus und verschafften sich so Zutritt zur Wohnung. Der selbstständige Kryptowährungs-Trader wurde zunächst in einem Abstellraum mit Klebeband an einen Sessel gefesselt. Seine Lebensgefährtin wurde ebenfalls gefesselt und mit einem Klebeband auf dem Mund ins Schlafzimmer gesperrt. Dorthin brachten die Täter auch das Baby. Der Hund wurde im WC eingeschlossen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern erpresserische Entführung, schweren Raub, schwere Nötigung und schwere Erpressung vor. Erbeutet wurden Schmuck, Goldmünzen, Elektronikgeräte sowie teure Markenkleidung. Zudem transferierten die Täter laut Anklage noch in der Wohnung Kryptogeld im Wert von 210.000 Euro von den Konten des Traders weg. Dafür zwangen sie ihn, seine Codes zu verraten und hielten ihm sogar für eine Gesichtserkennung ein Smartphone vors Gesicht. Dann flüchteten sie und ließen das Paar gefesselt zurück - mit der Warnung, man werde anderen Familienmitgliedern etwas antun, wenn sie die Polizei einschalten würden.

 

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