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Eltern in Aufruhr"Neuaufsetzen" der Zentralmatura gefordert

In Mathe seien etwa der "harte" Notenschlüssel und die "sprachlastigen Texträtsel" zu hinterfragen, so der Bundeselternverband.

FO
© APA/ROBERT JAEGER
 

Der Bundeselternverband (BEV) fordert angesichts der zu erwartenden schlechten Mathematik-Ergebnisse ein "Neuaufsetzen" der Zentralmatura. In Mathe seien etwa der "harte" Notenschlüssel und die "sprachlastigen Texträtsel" zu hinterfragen, hieß es in einer Aussendung am Sonntag.

In der Mathematik sind bei manchen Beispielen nur die exakt richtigen Antworten und keine Teilantworten als richtig zu werten, monieren die Elternvertreter. "Wie kann es sein, dass Schüler, und das sind keine Einzelfälle, in der gesamten Oberstufe ausschließlich 'Sehr gut' und 'Gut' haben und dann bei der Matura extrem schlecht abschneiden?", fragt sich BEV-Präsident Gernot Schreyer. "Offensichtlich haben sich Maturaaufgaben und Unterricht sehr weit voneinander entfernt." Man gewinne immer mehr den Eindruck, dass das "System" und seine Durchführung wesentlich wichtiger seien, als Schüler zu einem positiven Abschluss zu führen.

Die Zentralmatura ist im Fach Mathematik heuer deutlich schlechter als im Vorjahr ausgefallen: Nach einem vom Bildungsministerium am Freitag veröffentlichten ersten Zwischenstand sind sowohl an den AHS als auch an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) jeweils rund 18 Prozent der angetretenen Schüler durchgefallen.

Eingelangt waren allerdings erst die Ergebnisse von rund zehn Prozent der AHS und von rund 15 Prozent der BHS. Vergleicht man die Ergebnisse dieser Schulen mit den jeweiligen Resultaten der Vorjahre liegen die Fünferzahlen an den AHS damit zwischen jenen der Jahre 2016 (21 Prozent) und 2017 (elf Prozent). An den jeweiligen BHS sind dagegen mehr als doppelt so viele wie 2016 (acht Prozent) bzw. 2017 (sieben Prozent) durchgefallen. Besonders schlecht waren die Resultate an den Handelsakademien und den humanberuflichen Schulen, während sie an den HTL konstant blieben.

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Danke für Ihr Verständnis.

Hellimaria
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Wohlfühlgesellschaft......

Warum müssen die Bewertungskriterien angepasst werden, wenn die Damen und Herren Maturanten - deren Wissensniveau unter dem Gleichaltriger vor 25 Jahren liegt- einfach nicht in der Lage sind Beispiele zu lösen?
Aber es passt ja ganz gut ins Bild der "wir alle müssen "gleich" sein Gesellschaft".
Jeder der Leistung bringt und nicht im 200% Chillout Modus durch das Leben geht ist sowieso ein Trottel. Keiner/ die Wenigsten ist/sind mehr bereit etwas zu leisten und das wird der Jugend von Beginn an vorgelebt.
Bei uns hätte es noch geheissen: "hast zu wenig gelernt, bist selbst Schuld. also hinsetzen und mehr lernen".
Aber das darf man heute ja nicht mehr, das würde den Druck zu sehr erhöhen und der Psyche schaden .....

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gerbur
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@Hellimaria

Die Frustrationstoleranz ist halt sehr gesunken. Das jetzige wehleidige Aufjaulen von Schülern und Eltern ist ein Beispiel dafür. Diese Eigenschaft Misserfolge nüchtern zu bewerten und in der Folge auch bei sich selbst anzusetzen wäre Garant für die Bewältigung von Schwierigkeiten. Heute glauben viele, dass im Ablauf eines Lebens keine Unwägbarkeiten auftauchen dürfen und alles nach Plan A ablaufen muss. Mein Rat: Werdet damit "fertig", Blick voraus und lernt aus der "Niederlage".

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Mein Graz
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@Hellimaria

Jetzt haben wir den Grund!

Die Jugend ist schuld, die ist faul, will nichts leisten, will nur chillen, geht lieber feiern statt zu lernen.
Die Eltern sind schuld, weil sie es den Jungen so vorgezeigt haben und keine Leistung verlangen.

Schon mal dran gedacht, dass es auch andere Gründe haben könnte?
Ist etwa schon einmal erhoben worden, ob es Lehrer gibt, bei denen die Durchfallquote wesentlich über dem Durchschnitt liegt?

Achja, dann ist halt die ganze Klasse faul und blöd!

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Hellimaria
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und noch was

das System ist schon wieder "schuld" ..... bevor man sich selbst hinterfragt hat's am System was... eh klar

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Hellimaria
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Das passt

Schön den Fehler gleich mal beim Dritten im Bunde suchen....

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Hellimaria
1
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Das passt

Schön den Fehler gleich mal beim Dritten im Bunde suchen....

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FlorianMaya
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12 Jahre Schule - und dann entscheidet eine Prüfung?

Schon mal daran gedacht, dass es in Österreich Oberstufenunterricht mit 3h oder 4h Mathematik in der Woche gibt. Die Zentralmatura ist aber für alle gleich. Weiters weise ich darauf hin, dass 2016 die Mathematura extrem schwer war, 2017 wieder leichter. Zufall dass es heuer wieder schwieriger sein musste?

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schulzebaue
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Naja

Einfach so lange prüfen bis das Ergebnis passt.

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checker43
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Die Frage des BEV

"Wie kann es sein, dass Schüler, und das sind keine Einzelfälle, in der gesamten Oberstufe ausschließlich 'Sehr gut' und 'Gut' haben und dann bei der Matura extrem schlecht abschneiden?"

lässt sich damit beantworten, dass die meisten Schüler den Stoff nur bis zur Schularbeit können und zwei Monate später nicht mehr beherrschen. Weil er nicht mehr wiederholt wird. So will es das modulartige und von Redundanzen entrümpelte System, auch auf Wunsch der Schüler. Das Integral ist noch im Kopf, aber Bruch- und Schlussrechnung sind schon zu lange her.

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cleverstmk
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Schule heute???

Schule heute bedeutet:
1. sinnlose- niveauabtötende NMS, dafür Projkekterl, Gruppenarbeiten, Wochenpläne,....
30 muss ein Schüler haben um POSITIV zu sein!!!
Daher sofort weg von der NMS

2. Biefi: eine sinnlose Einrichtungen, die alles zu Tode testen soll ( ist in Wirklichkeit ein Hort für brave Parteigänger

3. Maturathema werden vom Bifie so gestellt, dass in Englisch fast niemand die Hörverständnisübung versteht - Ausrede das wäre Alltag

Daher keine NMS, sperrt das Biefi zu, lasst GUTE Lehrer die Themen erstellen und es wird wieder wie früher

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Butterkeks
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...

Weil also die Kinder zu schlecht sind und nicht die erwartete Leistung bringen, müssen wir die Matura ändern? Die ist heute sowieso schon nichts mehr wert, will man danach nicht studieren gehen, ist sie sogar vollkommen sinnlos. Auch wenn es manchem weh tut, aber nicht aus jedem Kind wird ein Doktor oder Ingenieur werden. Wir brauchen leider keine 500000 BWLer. Was wir brauchen sind Bauarbeiter, LKW Fahrer, einfache Handelsangestellte usw...

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Mein Graz
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Interessant wäre für mich nicht nur das Abschneiden nach Schultyp,

sondern auch, ob es gravierende Unterschiede bei den einzelnen Klassen gibt.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass es wirklich Klassen gibt, in denen lauter Mathe-Idioten sitzen, und andere, in denen die Mehrheit Mathe-Genies sind.
M.E. könnte man bei extremen Ergebnissen sehr wohl auf die Qualität des Unterrichts einzelner Lehrer/Professoren schließen.

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gerbur
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@Mein Graz

Die bisherigen Ergebnisse sind querbeet schlechter als voriges Jahr. Und das kann man nicht auf Qualitätsmängel im Unterricht zurückführen, denn im Umkehrschluss müsste man dann sagen, dass im vergangenen Jahr die Lehrer besonders gut unterrichtet hätten.

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calcit
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Erstens...

...es sind mal Zwischenergebnisse. Es wäre einmal das Gesamtergebnis abzuwarten. Dann wird man sich mal die Verteilung der Ergebnisse ansehen müssen: Sind bestimmte Schulen betroffen? Sind bestimmte Schultypen betroffen? Nur: Solche Ergebnisse hat es immer wieder gegeben, dass an manchen Schulen ganze Klassen in Mathematik unterdurchschnittlich abgeschnitten haben - auch vor der Zentralmatura. Man hat nur nicht sehr viel davon gehört...

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Mein Graz
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@calcit

Stimmt, es gibt Klassen, die unterdurchschnittlich abschneiden. Die Frage ist: warum?
Ich glaube kaum, dass es solche Unterschiede beim Mathe-Verständnis der Schüler gibt.

Eher glaube ich, dass es eben Lehrer gibt, die den Stoff besser vermitteln können, und andere die der Meinung sind: "Wennst das nicht verstanden hast, bist halt ein Depp. Frag deine Mitschüler!" (selbst erlebt!). Nur leider haben es 85 - 90% der Mitschüler auch nicht verstanden - trauen sich ob solcher Antworten aber nicht nachzufragen...

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gerbur
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Das ist systemimmanent!

Erstmalig rigide Beurteilung, Aufgabenauswahl durch Leute, die nicht unmittelbar am Unterrichtsgeschehen teilnehmen und ein rückläufiges Textverständnis der Schüler (liegt am Deutschunterricht, der sehr literaturlastig ist) - der Mix erklärt das
wenig dramatische Ergebnis.

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calcit
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Eigentlich sollte ja der Standard in allen Schulen gleich sein...

...es sollte ja je nach Schultyp der gleiche Mathematikstoff vermittelt werden. Aber es ist halt nicht mehr möglich je nach Schule und Lehrer "individuell" angepasste Maturaaufgaben zu erstellen.

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UHBP
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"Wie kann es sein, dass Schüler, und das sind keine Einzelfälle, in der gesamten Oberstufe ausschließlich 'Sehr gut' und 'Gut' haben und dann bei der Matura extrem schlecht abschneiden?", fragt sich BEV-Präsident Gernot Schreyer.

Mögliche Antwort: Vom Klassenlehrer haben die Schüler für eine befriedigende Leistung eine sehr gute Note bekommen.
Aber war das nicht das Ziel der Zentralmatura, die Leistungen vergleichbar zu machen?

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UHBP
9
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... die "sprachlastigen Texträtsel" zu hinterfragen

Selbst wenn es nur Mathe ist, sollte man schon auch Sätze verstehen, die aus mehr als nur einen Hauptsatz bestehen.

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grazer7
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Grammatik...

... einem (!) Hauptsatz...

Wenn man schon so tut, als hätte man eine Ahnung von etwas, dann bitte ohne Fehler!

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wollanig
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naja,

solche Fehler findet man auch in der Zeitung schon fast in jedem zweiten Artikel. Korrekte Rechtschreibung scheint immer mehr an Bedeutung zu verlieren.

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