Nach ihrer Überstellung in die Justizanstalt Josefstadt ist die bekannte Klimaaktivistin Anja Windl am Freitag durch das Landesgericht Wien enthaftet worden. Ein entsprechender Antrag auf U-Haft der Staatsanwaltschaft sei abgelehnt worden, teilte Gerichtssprecherin Christina Salzborn der Kleinen Zeitung am Nachmittag mit. Die Deutsche war nach den Protestaktionen am Montag und am Dienstag durch die Polizei festgenommen und in die Justizanstalt überstellt worden, hieß.
Der Richter habe Windl am Freitag einvernommen und sich gegen eine U-Haft und für „gelindere Mittel“ entschieden, so Salzborn. Windl habe zugestimmt, die Ermittlungen gegen sie nicht zu behindern und für die Behörden erreichbar zu sein. Verbieten könne man ihr nicht, sich in der Zwischenzeit festzukleben, sagt Salzborn. Denn das Festkleben grundsätzlich sei nicht verboten. „Der Richter hat ihr aber zugeredet, dass es Nachteile hinter sich ziehen kann, wenn sie sich nun weiter festklebt“, schildert Salzborn. Die Staatsanwaltschaft könne nun Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen.
Letzte Generation
Klimaaktivistin Anja Windl ist wieder frei
Die Studentin wurde aufgrund „gelinderer Mittel“ enthaftet, sie war nach den Protestaktionen am Montag und am Dienstag durch die Polizei festgenommen worden.
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