Herbert Kickl wäre gerne Kanzler. Derzeit ist er das allerdings nicht. Und doch hat Herbert Kickl den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Rahmen einer eigentlich privaten Reise getroffen und – umgeben von Flaggen im Stil eines Staatsbesuchs – auch gleich eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der man sich zu einer guten Nachbarschaft und einer „Reduktion des politischen Gewichts Brüssels“ in der EU bekennt. Die „Wiener Deklaration“ ist allerdings keine Freundschaftsbekundung zwischen der FPÖ und Orbáns Fidesz, die ohnehin derselben Fraktion im EU-Parlament angehören. Das Dokument ist im Namen Ungarns und Österreichs verfasst.
Orbán-Besuch
Die FPÖ hat auf die größtmögliche Provokation abgezielt
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