Nach dem Absolvieren des aus Querschlafen, Lautschnarchen, Deckewegziehen, Polsterstehlen und Weckerweitwurf bestehenden modernen Nachtkampfes wuchte ich wie eine polnische Kugelstoßerin die Pansenkugel aus dem Bett, erreiche mit schönem flüssigem Stil die Zone und kann erstmals anschreiben. Weiter geht es zur Dusche, wo ich mich nur mit Mühe an den kleinen Griffen halten kann – diese gemeinen Routenbauer, aber trotzdem zu einem ersten Flash komme. Dem Temperaturregler wird vom Kampfrichter ein Ippon zugesprochen, der seifige Gegner rutscht mir aus den Fingern, und als ich mich bücke, lande ich elegant wie eine vierzehnjährige chinesische Turmspringerin mit doppeltem Auerbach gehockt samt Schraube auf dem Boden. Aua. Schade, dass Arschbomben nicht olympisch sind.
Franzobels Einwürfe
Ein Tag Olympia oder vom modernen Nachtkampf ins Olympiastudio