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KolumneDirk Stermann: Der König der Berggasse

Dirk Stermann
Dirk Stermann © (c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)
 

Die Berggasse in Wien ist sehr steil, was der Name ja schon andeutet. Für Menschen aus alpinen Regionen mag die Steigung kaum erahnbar sein, aber für Wienerinnen und Wiener ist die Berggasse ohne Bergsteiger kaum zu bewältigen. Vielleicht wurde Freud so alt, weil die Gasse ihn fit gehalten hat, bevor er nach London emigrieren musste. Die Gasse beginnt kommod an der Ecke Porzellangasse, aber ab der Liechtensteinstraße wird es anstrengend. Bis zur Währinger Straße sind es nur etwa 250 Meter, aber die Radfahrer, die bergauf fahren, wirken wie Teilnehmer der Tour de France am Col du Galibier. Keuchend kommen sie kaum von der Stelle. Minusgeschwindigkeit. Dicke und untrainierte Radler rollen langsam talwärts, während sie nach oben treten, was die Städterwadeln hergeben. Zehn Prozent Steigung verlangen jedem alles ab.

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