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NobelpreisPeter Handke hat sich selbst den Rückzug in die reine Literatur abgeschnitten

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Peter Handke © APA/AFP/Alain Jocard
 

"Ich bin nicht hier, auf diesen Scheißdreck zu antworten, und jetzt verschwinden Sie, bitte“, sagte Peter Handke, nachdem er auf Kritik von seinem Kollegen Sasa Stanisic angesprochen worden war. „Ich bin ein Schriftsteller, ich komme von Homer, ich komme von Tolstoi, ich komme von Cervantes, lasst mich in Frieden und stellt mir nicht solche Fragen.“

Kommentare (18)

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owowow
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Peter Handke,

das größte Kärntner Loch nach Udo Jürgens.

Haider kommt nicht in die Wertung, der war kein Kärntner.

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edi99
3
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Es heißt zwar immer man sollte Author und Werk getrennt voneinander sehen,

aber Handkes Reaktion auf die Frage der Interviewerin finde ich letztklassig und armselig, einfach niveaulos.

Nachdem sich die Frage auf seine politischen Äußerungen bezieht, ist für mich völlig irrelevant, ob man an sein Werk gelesen hat oder nicht.

Einer der für sich in Anspruch nimmt von Homer, von Tolstoi und Cervantes zu kommen müsste wesentlich professioneller reagieren können.

Sein Rappelkopf ist erneut mit ihm durchgegangen, er hätte ja sagen können, diese Frage will ich nicht mehr beantworten, ich habe schon zu oft dazu Stellung genommen.

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JohannHahsler
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Kein Gefühl

Natürlich kann man Handke diese Frage stellen. Aber ihr Journalisten habt kein Gefühl für Ort und Zeit. Wieso gönnt ihr dem Preisträger nicht einen "geglückten Tag" in seiner Heimat?

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calcit
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Weil er auch nicht gerade sehr zimperlich mit...

...den Gefühlen anderer umgeht und umgegangen ist. Fragen sie mal die Angehörigen der Opfer von Srebrenica.

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retepgolf
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Homer und Tolstoi

Bei allem Verständnis für überschäumende Freude über einen Nobelpreis, ihr Abstand zu Simmel oder Konsalik ist wohl wesentlich geringer als zu Tolstoi oder Cervantes.
Und das meine ich rein auf das literarische Werk bezogen, nicht auf die entbehrlichen politischen Äußerungen in den 90ern...

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fans61
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Fast jeder hier kennt Peter Handke,

aber bitte wer ist dieser Sasa Stanisic?
Noch nie gehört.

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Helga Baurecht
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das ist aber dein Problem...

Immerhin hat der Herr Stanisic, Schriftsteller bosnischer Herkunft, gerade den deutschen Buchpreis für sein Werk "Herkunft" bekommen.

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tintifax
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ein literat vom kaliber handkes

sollte sich - trotz oder vielmehr gerade wegen seiner wortgewalt - im zaum halten können, wenn es darum geht, mit der wahrheit konfrontiert zu werden. @ herrn handke: das war eine erneute, absolute selbstdisqualifikation für den nobelpreis, wie bereits davor schon im zusammenhang mit all ihren huldigungen für slobodan milošević und sein regime.

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Amadeus005
30
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Er hätte es netter sagen können

Aber recht hat er schon. Jeder war da, weil es sich freut einen Nobelpreisträger zu treffen. Die Freude teilen ist in der Neidgesellschaft nicht leicht. Da suchen wir gleich einmal den Fehler.

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himmel17
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Nobelpreisträger = politischer Irrgänger = haarsträubender Entgleiser

Handke ist der politischen Welt nicht gewachsen! Er wurde eingewässert. "Steckbrieflich gesuchter, politischer massenmordender Ignorant". Handke ist weg vom Sockel der bronzenen Allerheiligsten. Handke ist Milosevic, Karacic und Nikolic! Scheiße! Knie nieder Handke und flehe um Entschuldigung! Sofort oder weg vom Ruhm!

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maxworks
11
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nein

er war und ist kein Sympathieträger ...

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Amadeus005
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Muss er das sein?

Wer ist erfolgreicher Sympathieträger?
Hansi Hinterseher, Helene Fischer, Herr Ackermann, ... ?

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martinx.x
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Homer, Tolstoi und Cervantes

waren etwas bescheidener...

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nussrebell
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Das weiß man nicht, aber...

... wenn ich Tolstoi lese, ziehe ich absolut keine Verbindung zu Handke. Vielleicht habe ich ja was überlesen, auf beiden (zahlreichen) Seiten... 🤔

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helmutmayr
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Er hat

sich Ja nicht selbst fúr den Nobelpreis empfohlen und das Komitee sah seine politischen Aktivitäten nicht das literarische Gesamtwerk schmälern.
Und gestatten: Journalisten können einem mitunter fest am A... gehen.

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feringo
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@helmutmayer

Wäre gut gewesen, wenn er zwischen Leit- und Refrainjournalisten unterschieden hätte sowie jenen, die seine Schriften gelesen haben und den Nichtkennern dieser. Vielleicht waren aber nur Refrainsis da.

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waggef
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Vollkommen richtig

Viele Journalisten haben die Gabe, solange auf einem Thema rumzureiten, bis einem der Kragen platzen MUSS! Ich bewundere Handke und das, was er geleistet hat. Mag sein, dass seine damalige politische Haltung ein Fehler war - aber ihn deswegen zu verurteilen und alles Positive zu vergessen ist eine Frechheit. Und ich glaube ihm, wenn er sagt, dass die meisten Journalisten nicht mal wissen, was er geschrieben hat.

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Willi128
4
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Es bewahrheitet sich wieder

Journalisten dürfen alles und haben immer recht. (Voll gedeckt durch ihre Zunft). Jede andere der "Journalisten Wahrheit" abweichende Meinung oder Tat ist verpönt und verwerflich. (Siehe z.B. auch die von den Journalisten nicht autorisierte Geburtstagsfeier des Fußballers Hinteregger).

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