Beginnen wir mit der guten Nachricht: Der Equal Pay Day hat sich in den letzten zehn Jahren um drei Wochen nach hinten verschoben. Soll heißen? Während Frauen in Österreich 2015 statistisch gesehen noch 82 Tage „gratis“ arbeiteten, markiert heuer erst Allerseelen jenen Zeitpunkt, an dem ein vollzeitbeschäftigter Mann schon den Jahresbezug einer gleichrangig engagierten Kollegin erhält. Emanzipatorische Erleichterung kann trotzdem nicht aufkommen – wegen des Gehaltgefälles von 16,3 Prozent arbeiten Frauen die 60 Tage bis Silvester weiterhin unentgeltlich, also jedes sechste Jahr quasi „umsonst“. Die Bad News sind offenkundig: Es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis sich die Lohnschere endgültig schließt.