Interview von Meghan und HarryQueen fand 60 Worte zu Rassismus-Vorwürfen - wird das genügen?

Die 60 Worte, die Buckingham Palace zu den Rassismus-Vorwürfen vorlegte, werden die Kritiker kaum zum Schweigen bringen. Bekannter britischer Moderator, der in Meghan eine Lügnerin sieht, stürmte aus dem TV-Studio - und kündigte.

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© (c) AP (Toby Melville)
 

Vier relativ dürre Sätze wurden es am Ende: Am Dienstagabend, immerhin zwei Tage nach Erstausstrahlung des von Rassimus-Vorwürfen bestimmten Interviews von Harry und Meghan war es so weit: Queen Elizabeth II. bezog offiziell Stellung und widersprach den Anschuldigungen zumindest nicht, denn: Man nehme die Vorwürfe ihres Enkels und seiner Frau jedenfalls "sehr ernst".

"Die aufgeworfenen Fragen, insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen, sind besorgniserregend", hieß es in der vom Buckingham Palace veröffentlichten und mit Spannung erwarteten Erklärung.  Die Königin sei außerdem "traurig, das ganze Ausmaß zu erfahren, wie herausfordernd die vergangenen Jahre für Harry und Meghan gewesen sind". Zugleich aber der Hinweis, dass es Interna seien, die nun "in der Familie unter vier Augen besprochen" würden. Dazu einmal mehr und trotz allem versönliche Worte in Richtung der Ausgwanderten: eine Einladung an Harry und Meghan, den Royals in England wieder näher zu kommen. Ob es dazu kommt, ist fraglich.

Was wird das Volk damit anfangen können? Die exakt 60 Worte, die Buckingham Palace vorlegte, werden Kritiker kaum zum Schweigen bringen, sie folgen aber im Wesentlichen der Linie, die die Königin seit Jahrzehnten verfolgt: Ein Minimum an persönlichen Einblicken in die medial am stärksten exponierte Familie des Vereinigten Königreiches und dazu die Botschaft: Wir kümmern uns selbst darum. Dass Elizabeth II. nicht so an die Öffentlichkeit wie es die Sussexes getan haben, war klar. Was nun vorgelegt wurde, ist aber der Versuch einer Image-Politur, der auch den 1950er-Jahren entstammen könnte. Anders sieht das zumindest Royals-Biograf Hugo Vickers: "Diese Botschaft war sehr vernünftig, ruhig, großzügig und in einem Geist der Versöhnung", sagte er. "Zu wenig und zu spät", kontert der frühere Royals-Korrespondent Peter Hunt.

Gänzlich anders die Einschätzung des so bekannten wie polarisierenden britischen Journalisten Piers Morgan: Er ließ die Welt wissen, dass er Meghan nicht zuletzt im Zusammenhang mit ihren Äußerungen zu Suizidgedanken "kein Wort" glaube und bezeichnete sie als "Prinzessin Pinocchia". Daraufhin gingen bei der britischen Medienaufsicht über 40.000 Beschwerden von Zuschauern ein. Nachdem er für seinen Umgang mit Meghan kritisiert wurde, stürmte er aus dem Studio seiner Morningshow - und kündigte: ITV teilte mit, dass Morgan nach Gesprächen mit dem Sender beschlossen habe, jetzt sei der richtige Moment, 'Good Morning Britain' zu verlassen."


Gefühlskälte setzten viele Briten innerhalb des Buckingham Palace voraus. Es bleibt aber fraglich, ob das königliche Statement zum Thema Diskriminierung, das mittlerweile auch von britischen Politik aufgegriffen wurde, genügen wird: Von welchem Royal die rassistischen Aussagen Aussagen kamen, ist ja nach wie vor nicht bekannt - lediglich die 94-jährige Monarchin und ihr Mann Prinz Philip (99) wurden von Harry später explizit ausgenommen. Man vergesse nicht, dass Elizabeth II. als Oberhaupt des "Commonwealth of Nations" zumindest offiziell Bezugsperson für Millionen von Menschen aller Hautfarben auf der ganzen Welt ist. In 16 dieser Länder ist die Queen auch noch Staatsoberhaupt.

Es ist das königliche "Beschwere dich nie, erkläre dich nie"-Credo, das hier einmal mehr über allem steht. Gänzlich anders sieht das beispielsweise der ehemalige australische Premierminister Malcom Turnbull: Er fühlt sich durch das Interview und die moralischen Verwerfungen innerhalb der Königsfamilie in seiner Forderung nach einem Ende der Monarchie in seinem Land bestärkt.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

tintifax
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Es ist keine Familiensache.

Her Majesty The Queen, es tut mir leid, dies alles ist keine Familiensache. Exakt 60 Worte zu all den Vorwürfen sind nicht nur zu wenig, sondern letztlich ein absoluter Skandal.

Reipsi
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Die Engländer glauben

noch immer sie sind was besonders, in einer Hinsicht haben sie recht, was die Besetzung und Anektierung anderer Länder betrifft, sie haben ja heut noch Irland besetzt und das in der heutigen Zeit in Europa.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Sie haben Jahrhunderte die halbe Welt ausgebeutet und benutzt, die
Monarchie kann auch einmal nicht mehr bezahlt werden, Schlösser und
Besitztümer und für alles kommt der Steuerzahler auf. Ich frage mich wie
lange es sich die Bürger noch gefallen lassen, Apanagen in Millionenhöhe
für alle Nachkommen zu zahlen !!

dieRealität2020
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kann ich verstehen, das es für die Queen Privatsache ist

Queen Elizabeth II. bezog offiziell Stellung und >>>>> widersprach den Anschuldigungen zumindest nicht, <<<<< denn:
.
es könnten ja Videos mit und ohne Ton existieren. Das die Briten menschliche AL sind haben die Medien und Foren gezeigt und offen gelegt. Eine regelrechte Hexenverfolgung. Die Chuzpe und jetzt möchte man den Beleidigten spielen. Menschliche letztklassiges Verhalten. Was sollte man dazu sagen: Briten! Die Titelzeilen haben gereicht und sprachen schon für die Inhalte. Mehr ist dazu aus meiner Sicht nicht zusagen.

Heike N.
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Hörst du die Stimmen

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