Nach GerichtsprozessMeghan erhält von der „Mail on Sunday“ nur ein symbolisches Pfund

Die „Mail on Sunday“ hatte aus einem Brief von Meghan an ihren Vater Thomas Markle zitiert und muss nun ein Pfund Schmerzensgeld und eine noch unbekannte Summe wegen Verletzung des Urheberrechts zahlen.

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Meghan Markle gewinnt Gerichtsprozess © AFP
 

Mithilfe eines Briefes hatte Herzogin Meghan (40) nach eigenen Angaben versucht, ihren Vater zum Verzicht auf weitere Medieninterviews bringen, um den Druck der Königsfamilie auf Prinz Harry (37) zu verringern. Die teilweise Veröffentlichung des handgeschriebenen Briefes durch die "Mail on Sunday" führte zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Meghan sah sich dadurch in ihren Persönlichkeits- und Urheberrechten verletzt. Ihrer Darstellung nach hatte es sich um einen rein persönlichen Brief gehandelt. Der Londoner High Court hatte ihr im Februar recht gegeben. Der Verlag der "Mail on Sunday" war daraufhin in Berufung gegangen. Nun hat Herzogin Meghan auch das Berufungsverfahren  gewonnen. "Die Inhalte waren persönlich, privat und nicht von legitimem öffentlichem Interesse", begründete der Richter die Entscheidung.

Meghan zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. "Das ist nicht nur ein Sieg für mich, sondern für jeden, der sich je davor gefürchtet hat, für eine gerechte Sache einzustehen", heißt es in einem Statement der Duchess of Sussex. Die "Mail on Sunday", die das Urteil akzeptiert, wird der Herzogin nun für die Verletzung ihrer Privatsphäre eine symbolische Summe von einem Pfund zahlen. Dies berichtete die britische Zeitung "The Guardian" unter Berufung auf Gerichtsdokumente. "Normalerweise würde man für einen solchen Eingriff in die Privatsphäre 75.000 bis 125.000 Pfund (knapp 90.000 bis 150.000 Euro) erwarten", sagte der Medienanwalt Mark Stephens dem "Guardian".

Teurer sein dürfte für den Verlag dagegen die Niederlage im Fall um die Verletzung von Meghans Urheberrecht durch die Veröffentlichung des Briefes. Außerdem muss die Zeitung dem Bericht zufolge einen Teil von Meghans Gerichtskosten tragen, die mehr als eine Million Pfund betragen könnten.

Herzogin Meghan hatte bereits zuvor betont, es gehe ihr bei dem Rechtsstreit nicht um Geld, sondern um Prinzipien. Jegliche Summen, die Meghan aus dem Verfahren zugute kämen, sollten einem Sprecher zufolge gespendet werden.

Am Stephanitag hatten die "Mail on Sunday" und die "MailOnline" ihre Niederlage gegen Meghan in einer offiziellen Erklärung anerkannt. Es war Teil der Auflagen, eine solche Erklärung im Blatt und online zu veröffentlichen.

Meghan liegt mit ihrem Vater Thomas Markle seit ihrer Hochzeit mit Prinz Harry im Mai 2018 im Clinch. Der Brief einige Monate später sollte das Verhältnis nach Angaben Meghans wieder kitten. Der inzwischen 77-jährige Pensionist sah das aber anders und gab das Schreiben an die Journalisten der "Mail on Sunday" weiter.

Der Verlag hatte bei dem Berufungsverfahren argumentiert, Meghan habe eine Veröffentlichung des Briefs bereits beim Verfassen in Kauf genommen, indem sie die Formulierungen bewusst vorsichtig gewählt habe. Das Gericht sah das anders.

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