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CoronavirusGeigerin Anne-Sophie Mutter positiv getestet

"Die Erkrankung verläuft bei mir glücklicherweise ohne Komplikationen; es gibt also keinen Grund zur Sorge"

ALBUMPRAeSENTATION/KUeNSTLERGESPRAeCH MIT ANNE-SOPHIE MUTTER
Anne-Sophie Mutter hat Corona, aber mit leichtem Verlauf. © APA/BARBARA GINDL
 

Die deutsche Stargeigerin Anne-Sophie Mutter ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in Quarantäne. Das machte sie via Videobotschaft auf Facebook öffentlich. "Die Erkrankung verläuft bei mir glücklicherweise ohne Komplikationen; es gibt also keinen Grund zur Sorge", sagte sie dazu der "Presse am Sonntag", ihre persönliche Situation habe sich "nicht wesentlich verändert".

"Es ist sinnvoll und vernünftig, dass wir uns für ein paar Wochen in unseren sozialen Kontakten so weit wie möglich einschränken. Das ist die einzige Möglichkeit, die Verbreitung zu stoppen. Wir müssen alles daran setzen, die gesundheitlich schwächeren und älteren Menschen, die leider am meisten gefährdet sind, zu schützen und optimal zu versorgen", so Mutter in dem Interview. "Die Vernunft ist jetzt gefragt! Und anders als die Generation unserer Großeltern und Eltern haben wir nicht mit Unterversorgung zu kämpfen. Es gibt also keinerlei Grund, sich darüber zu beschweren, jetzt einmal ein paar Wochen zu Hause zu bleiben."

Für sie persönlich bedeute die neue Situation, die auch eine Absage von Wien-Konzerten mit sich gebracht hab, nichts Dramatisches: "In gewisser Weise hat sich mein Sabbatical, das ich für 2021 geplant habe, nach vorn verschoben. Die Konzerte, die ich nun nicht spielen kann, werden ins nächste Jahr verlegt." Im Übrigen gelte: "Mein eigenes Schicksal, alles, was ich an Schwierigkeiten zu bewältigen und zu verarbeiten hatte, ist nichts im Vergleich beispielsweise zu jenem der Flüchtlinge auf Lesbos. Es ist eine Tragödie, dass aufgrund der Coronakrise die schrecklichen Umstände, unter denen diese armen Menschen zu leiden haben, völlig in den Hintergrund getreten sind. Das ist eine große Katastrophe! Natürlich sind unsere Ressourcen im Moment beschränkt, aber es ist eine humanitäre Tragödie, dass wir diesen Flüchtlingen keine Hilfe angedeihen lassen können. Das ist mir absolut unerträglich", so Mutter in "Die Presse am Sonntag".

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