Nach Vorwürfen gegen Christopher Seiler haben Seiler & Speer drei Auftritte verschoben. Der Austropopstar "wird eine mehrwöchige, professionell begleitete Therapie beginnen", teilte das Management mit. "Parallel dazu wird die juristische Aufarbeitung ihren Weg gehen, die wir selbstverständlich weiterhin unterstützen." Geplant sei, sich im Sommer zurückzumelden. Ernst Molden informierte zugleich, ein gemeinsames Album mit Seiler nicht, wie geplant, Ende April herauszubringen.

„Menschen betroffen und enttäuscht“

"Uns ist bewusst, dass viele Menschen von den jüngsten Ereignissen betroffen und enttäuscht sind. Christopher Seiler wird sich deshalb, wie angekündigt, für eine Zeit lang aus der Öffentlichkeit und von der Bühne zurückziehen", schrieb Manager Fritz Strba in einer der APA übermittelten Stellungnahme. In den kommenden Monaten hätten zwei Dinge absolute Priorität: "erstens der Schutz des Opfers und die uneingeschränkte Berücksichtigung aller Rechte, die dem Opfer zustehen." Medien, Fans und Öffentlichkeit rief er zu "Verantwortung und Zurückhaltung" auf.

Zweitens gehe es um die persönliche Aufarbeitung verbunden mit einer Therapie. "Diese Auszeit ist notwendig, um Verantwortung zu übernehmen und die richtigen Schritte zu setzen", so Strba. Seiler bitte "nochmals ausdrücklich um Entschuldigung".

Gleichzeitig bat Strba die Fans um Verständnis, dass die nächsten drei Shows verschoben werden - jene in Salzburg auf 18.12., jene Oberwart auf 19.12. und jene Gmunden auf 30.8. zum FACC Skydome in Ried im Innkreis. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Gemeinsam Liedermacher Ernst Molden bildet Speer das Duo „de zwidan Zwa“, und bald sollte eigentlich ein neues Album erscheinen. Daraus wird nichts. Nach der Anzeige gegen Seiler hat sich Molden auf Facebook zu Wort gemeldet: Die Veröffentlichung der Platte wird verschoben, die geplanten Konzerte wollen Molden und das ebenfalls am Projekt beteiligte Frauenorchester ohne Seiler geben.