Moderator und Schlagerstar Florian Silbereisen (44) steht regelmäßig in der Kritik: Vor allem seine großen TV-Shows wie „Der Schlagerboom“ oder die „Schlagerchampions“ sehen sich Vorwürfen ausgesetzt, stets dieselben Acts und Künstler zu präsentieren. In einem aktuellen Interview mit der Schweizer Zeitung „Blick“ nimmt Silbereisen nun klar Stellung und kontert scharf gegen diese Vorwürfe.
„Das sehe ich überhaupt nicht“, erklärt Silbereisen in dem Gespräch, und bezieht sich auf den Vorwurf, in seinen Sendungen würden immer wieder die gleichen Künstler auftreten. Er betont, dass seine Shows über Jahre ein Sprungbrett für zahlreiche Stars gewesen seien. „Wir haben in den letzten Jahrzehnten so vielen neuen Stars eine Chance gegeben“, sagt der Entertainer und zählt Beispiele auf: Helene Fischer, Voxxclub, Ben Zucker sowie Ross Antony, Maite Kelly, Giovanni Zarrella und Eloy de Jong hätten „ihre Schlagerkarrieren bei uns gestartet“.
„Wie in der Champions League“
Silbereisen vergleicht die Besetzung seiner Schlagersendungen mit dem Sport: „In der Champions League spielen auch immer mal überraschende Teams mit, aber sicher dabei sind Bayern München, Real Madrid, Liverpool und Manchester City“, so der Moderator. „Und das erwarte ich als Fan auch. Der ‚Schlagerbooom‘ ist Champions League und deshalb spielen hier die Besten, die Erfolgreichsten und die Beliebtesten.“
Kritik von Kollegen
Die Kritik kommt nicht nur aus den Zuschauerkommentaren im Netz, sondern auch von Kollegen aus der Branche. Der Entertainer Roberto Blanco bezeichnete die Szene kürzlich als „kleine Mafia“ und monierte: „Fast immer die gleichen Gäste. Die kennen sich alle“.
Silbereisen betont, dass die Zugpferde der Branche eben besonders gefragt seien und Zuschauer genau diese Kombination aus Bekanntem und Bewährtem erwarteten. Gleichzeitig deutet er an, dass es in seinen Shows durchaus Platz für Überraschungen gäbe.
Nicht eingeladen, „weil ein Lied nicht gepasst hat“
Auch andere Künstler haben sich zum Thema geäußert: Francine Jordi erklärte, sie sei schlicht nicht eingeladen worden, weil „ein Lied von mir nicht gepasst hat oder die Gästeliste schon voll“ gewesen sei.
Silbereisen steht trotz der Debatte weiter fest hinter seinem Konzept und seinem Publikumserfolg.