Ein tragischer Zwischenfall überschattet den Aufenthalt von Bundesfinanzminister a.D. Christian Lindner (FDP) in Berlin: Beim Einparken auf dem Parkplatz eines Restaurants im Berliner Westen soll Lindner versehentlich einen kleinen Hund überfahren haben. Das Tier – ein Norfolk Terrier – überlebte den Unfall nicht.
Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung gehörte der Hund dem bekannten deutschen Filmproduzenten Wolf Bauer, der unter anderem für den internationalen Kinoerfolg „Der Medicus“ (2013) verantwortlich ist. Der Vorfall ereignete sich auf dem Gelände einer Berliner Gaststätte, als Lindner mit seinem Auto der Marke Mini Cooper rückwärts in eine Parklücke einfahren wollte.
Hund nicht angeleint – keine Schuld erkennbar
Zeugen vor Ort berichten, dass der Terrier offenbar nicht angeleint war und sich hinter dem Fahrzeug aufhielt, als Lindner einparkte. Das Tier geriet dabei unter die Räder. Augenzeugen zufolge war der Hund für den Fahrer nicht sichtbar. Christian Lindner sei nach dem Unfall sofort ausgestiegen, habe Erste Hilfe geleistet und versucht, eine tierärztliche Versorgung für das Tier zu organisieren.
Die Halter des Hundes gaben sich vor Ort nicht zu erkennen, und es wurden keine Kontaktdaten ausgetauscht. Erst auf Nachfrage der „Bild“-Zeitung erfuhr Lindner von dem Tod des Tieres. „Ich wusste nicht, dass der Hund gestorben ist“, sagte er gegenüber der Zeitung. „Es tut mir sehr leid, dass der Hund gestorben ist.“ Er habe sich bemüht, Verantwortung zu übernehmen und sei betroffen von dem Ausgang des Unfalls.
Wolf Bauer (75) ist ein einflussreicher deutscher Film- und Fernsehproduzent. Er war langjähriger Geschäftsführer der Produktionsfirma UFA Fiction und produzierte zahlreiche bekannte TV-Formate und Kinofilme. Besonders hervorgetan hat er sich mit der Produktion von Literaturverfilmungen wie „Der Medicus“, der auf dem gleichnamigen Bestseller von Noah Gordon basiert. Bauer zählt zu den prägenden Figuren der deutschen Filmbranche der letzten Jahrzehnte.