Ich war auf einem Friedhof in München spazieren und habe wieder einmal ein Begräbnis gesehen, bei dem es keine Trauergäste gab“, berichtet die evangelische Theologin Sabine Böhlau. „Das Friedhofspersonal hat sich sehr würdevoll verhalten, aber ich habe mich gefragt, wie es dazu kam, dass da niemand mehr ist.“ Diese Frage ließ Böhlau nicht mehr los. Sie wurde zur Initialzündung für das „Ministerium für Einsamkeit“, ein Sozial- und Kunstprojekt. „Wir haben einfach so getan, als gäbe es dieses Ministerium in Deutschland.“