Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Nobelpreis für das Welternährungsprogramm Oktober: Frieden gibt es nur mit vollem Bauch

Das Welternährungsprogramm der UNO arbeitet oft im Stillen. Dabei ist klar: Nur wo der Hunger besiegt ist, schweigen Waffen. Zur Erinnerung gab es den Nobelpreis.

Nobelpreis für das Welternährungsprogramm der Uno
Nobelpreis für das Welternährungsprogramm der Uno © AFP (AHMAD AL-BASHA)
 

Jean Ziegler feierte im April seinen 86. Geburtstag. Angesichts dieses Alters ist es unglaublich, was für ein Programm sich der Schweizer auferlegt. Doch der Soziologe will nicht schweigen, solange der unermessliche Reichtum der Erde so ungleich verteilt ist und Kinder trotz des Reichtums auf der Welt hungern müssen. Er nennt daher den Friedensnobelpreis für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen „unglaublich wichtig“. Ziegler war jahrelang UN-Sonderberichterstatter für Recht auf Nahrung. Er hält das World Food Programme (WFP) für eine „unglaublich effiziente Organisation“, die zudem oft im Stillen wirkt, wenn die Kameras ihre Scheinwerfer von einem Konflikt schon wieder weggelenkt haben und die Weltöffentlichkeit die Nöte vergisst.

Die UN-Experten halten ihren Kampf gegen den Hunger nicht nur aus humanitärer Sicht für essenziell. Denn nur dort, wo der Hunger besiegt wird, gebe es Frieden, betonen die UN-Helfer, die vor allem im globalen Süden aktiv sind, seit Jahren in jedem Gespräch. WFP-Generalsekretär David Beasley nahm dafür den Friedensnobelpreis entgegen. Hunger sei die wohl unmenschlichste Waffe im Krieg, betont der US-Amerikaner.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.