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So alt wie die Menschheit selbstVerschwörungstheorien: Die Welt, ein einziges Komplott

Sie wuchern nicht erst, seitdem das Virus wütet. Verschwörungstheorien sind so alt wie die Menschheit selbst. Meist geht es darum, Sündenböcke für Unerklärliches zu finden.

Verschwörungstheorien sind so alt wie die Menschheit
Verschwörungstheorien sind so alt wie die Menschheit © soupstock - stock.adobe.com
 

Das Virus war neu. Und es raffte viele dahin. Der Ursprung aber war völlig unklar. So klang die Geschichte zunächst plausibel. „Aids. Man Made in USA“, titelte 1987 die linke Berliner „tageszeitung“. Zwei renommierte Zeugen bot das Blatt für die These auf, dass der Erreger der Immunkrankheit aus einem Labor der US-Armee stamme: Schriftsteller Stefan Heym interviewte den Biologen Jakob Segal von der Ostberliner Humboldt-Universität. Prominenz schützt nur vor Unfug nicht. Die Geschichte war im Kalten Krieg von östlichen Geheimdiensten lanciert. Das Ziel: das Vertrauen in die Vereinigten Staaten zu untergraben. Stefan Heym ist längst tot und auch Jakob Segal als wissenschaftlicher Vertreter der Anklage ist verstorben – nur die These, dass Aids vom US-Militär geschaffen worden sei, hält sich noch immer. Verschwörungstheorien haben eine lange Halbwertszeit – und eine lange Geschichte.

Kommentare (6)

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ck2107
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9
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Verschwörungstheoretiker als Sündenböcke?

Lieber Herr Riesbeck,

Sie schreiben von "Minderheiten als Sündenböcke". Warum werden denn sogar Menschen, die sich sachlich und wissenschaftlich mit den Inhalten diverser Verschwörungstheorien befassen, als Spinner bezeichnet? Die angeblich die Demokratie gefährden? In diesem Sinne halten Verschwörungstheoretiker als Sündenböcke für das Misstrauen gegenüber den Machthabern her. Haben Sie den Sachverhalt schon einmal aus diesem Blickwinkel betrachtet?

Zu Chemtrails empfehle ich Ihnen einen Vergleich zu Geoengineering.

P.S.: Es ist doch das natürlichste Prinzip der Welt, dass diejenigen, die gerade an der Macht sind, alles, das ihnen irgendwie die Macht streitig machen könnte, als "gefährlich" bezeichnen. Und dass diejenigen, die an die Macht wollen, die Mächtigen als "gefährlich" bezeichnen, um selbst an die Macht zu kommen. Gleichsam in Analogie zu Herden oder Rudeln von Tieren. Ist man schon ein Verschwörungstheoretiker, wenn man das feststellt?

gehtso
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7
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es ist verdammt

gefährlich, jede Form von Kritik oder anderer Meinung sofort in die Schublade "Verschwörungstheorie" zu stecken, damit schafft man ein Umfeld, das es dann sehr leicht macht, anders denkende und/oder Gegner schnell und mit einer einzigen Maßnahme zu diskreditieren.
Die älteste Frage der Menschheit " Cui bono?" hat schon oft zu Hintermännern von Aktionen geführt, die ihre Gegner gerne und oft als Verschwörungstheoretiker diffamiert haben.
Übrigens, was ist jetzt wirklich mit WT 7 nach den letzten Erkenntnissen? Verschwörungstheorie oder weiß man es ganz einfach nicht?

umo10
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Der Glaube ist wichtig

Am Ende des Lebens oder in Krisenzeiten beruhigt er Gutmenschen. Böse Onkels oder Tanten dürfen solche Schwächen nicht zeigen, sie müssen austeilen, damit auch die Gutmenschen leiden, hehe

Ragnar Lodbrok
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Verschwörungstheorien vermehren

sich ausschließlich in Gehirnen von schwachen Geistern! Es fehlt an Antikörpern in Form von Intelligenz!

Carlo62
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Das Problem mit der Intelligenz ist,

dass diejenigen, denen sie fehlt, das gar nicht merken!

scionescio
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@Carlo62: Herr Gödel hat das schön in einem seiner Axiome zusammengefasst...

... und den Dunning-Krüger Effekt gibt es ja auch noch;-)