Top 7 In diesen Städten ist Overtourism jetzt out

Vom Overtourism zum Undertourism: Diese Städte sind im Vergleich zu den letzten Jahren fast schon gähnend leer.

Venedig. Zuerst der Overtourism und die Kreuzfahrtschiffe, dann das verheerende Hochwasser Ende letzten Jahres, jetzt die Coronakrise: Die am stärksten von den Tourismuseinbußen betroffene Stadt Italiens ist Venedig. Die Lagunenstadt ist mit einem Verlust von 13,2 Millionen Übernachtungen konfrontiert.

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Rom. Musste man in den letzten Jahren mit dem Sitzverbot auf der Spanischen Treppe oder dem Untersagen
von Baden in Brunnen deutliche Maßnahmen setzen, um die Flut der Touristen einzudämmen, steht Rom heute vor dem gegenteiligen Problem: Nach Venedig liegt die Metropole am Tiber auf Platz zwei im Ranking der am stärksten vom Ausbleiben der Urlauber betroffenen Kulturstädte Italiens. Die Ewige Stadt rechnet 2020 mit zehn Millionen weniger Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr.

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Florenz. Schieben sich die Massen sonst nur so vorbei an der Kathedrale Santa Maria del Fiore, an der Kopie von da Vincis David auf der Piazza della Signoria, über den Ponte Vecchio, der die Ufer des Arno überbrückt, oder durch den Boboli-Garten hinter dem Palazzo Pitti, ist die Zahl der Touristen in diesem Sommer um rund 50 Prozent gesunken.

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Paris. Zählte die französische Hauptstadt im ersten Halbjahr 2019 noch fast 24 Millionen Gäste, waren es heuer rund 9 Millionen. Wohl auch ein Grund dafür: In Paris muss Mund-Nasen-Schutz nicht nur in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmittel, sondern auch in belebten Straßen, Parks und auf Plätzen getragen werden, etwa rund um den Eiffelturm, den Louvre und den Triumphbogen.

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Berlin. So wenige Touristen wie zuletzt im Jahr 2004 machten sich heuer bisher auf den Weg in die hippe deutsche Hauptstadt. Vor allem in den angesagten Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte, mit Hotspots wie dem Alexanderplatz und dem Brandenburger Tor regte sich in den letzten Jahren bei den von Gästen überrannten Einwohnern der Unmut.

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Prag. Normalerweise tritt man sich auf der Karlsbrücke über der Moldau, der Burg oder dem Wenzelsplatz gegenseitig auf die Füße – jetzt kann man die „Goldene Stadt“ wieder ohne Gedränge genießen. Im Vergleich zu 2019 haben fast 94 Prozent weniger Touristen im zweiten Quartal dieses Jahres in Prag übernachtet.

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Wien. Der Stephansdom, die Hofburg, Schönbrunn oder der Prater – in den letzten Jahren hat man als
Einheimischer die klassischen Attraktionen der Bundeshauptstadt meist bewusst ausgelassen, weil sich die Massen dort nur so gedrängt haben. Jetzt kann man sich wieder ziemlich luftig durch Wien bewegen: Im Juli ist die Zahl der Übernachtungen im Vergleich zum
Vorjahresmonat um 73,3 Prozent eingebrochen. Auch die Museen haben es schwer: Das Belvedere rauscht auf ein Fünftel seiner Gästezahlen von 2019 hinunter, kamen letzten Juli rund 73.000 Besucher in die Albertina, waren es heuer lediglich 20.000.

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