Welterbetag Das sind die 10 Welterbestätten in Österreich

Am 18. April feiert Österreich sein Weltkulturerbe. Zehn besondere Orte hierzulande stehen auf der Liste der Unesco. Hätten Sie gewusst, was alles dazuzählt?

Es war die Rolle als katholischer Stadtstaat, die das Erscheinungsbild prägte, ihre Lage zwischen italienischem und deutschem Raum machte Salzburg zur Schnittstelle der Kulturen. Von Mozart bis zu den Festspielen.

G. Breitegger

Zwischen Alpen und Pannonischer Tiefebene erstreckt sich der westlichste Steppensee Europas. Heute ist der Neusiedler See ein Biotop für zahlreiche Tiere und Pflanzen, war die Region 8000 Jahre lang ein Schmelztiegel der Kulturen, dann im 20. Jahrhundert Teil des Eisernen Vorhangs.

Birgit Machtinger

Das historische Zentrum der Murmetropole steht genauso auf der Liste wie das barocke Schloss Eggenberg. Durch die Lage der Stadt am Schnittpunkt zwischen Balkan, Alpen und Mittelmeer ist die Grazer Altstadt eine einzigartige Melange.

Harry Schiffer

Unser Salz – Gott erhalt’s! Seit 7000 Jahren wird in Hallstatt das Mineral abgebaut. Prähistorische Funde und die Gebirgslandschaft rund um das Dachsteinmassiv haben diesen Teil des Salzkammerguts auf die Unesco-Liste gebracht.

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Seit der letzten Eiszeit war Europa von Buchenwäldern bedeckt: Nur wenige Reste davon sind geblieben, etwa der Rothwald in Niederösterreich oder der oberösterreichische Nationalpark Kalkalpen mit dem größten Buchenwaldschutzgebiet der Alpen.

Erich Mayerhofer

Als erste Hochgebirgseisenbahn der Welt revolutionierte sie den Schienenverkehr. Zwischen 1848 und 1853 gelang es Ingenieur Carl Ritter von Ghega, die nördlichen Kalkalpen zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag auf 894 Metern zu überwinden und die Lücke der Bahnstrecke zwischen Wien und Laibach zu schließen. Aber die Semmeringbahn brachte noch etwas anderes in Fahrt: nämlich die Sommerfrische in der Region. Künstler, Bourgeoisie und Adel stürmten fortan die Luxushotels am Semmering.

MICHAEL LIEBERT

Ihre Geschichte als kaiserliche Metropole sieht man dem historischen Zentrum der Bundeshauptstadt auf Schritt und Tritt an. Seit 2017 steht Wien wegen einiger Bauprojekte (Stichwort Heumarkt) aber auch auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

Wien Tourismus/Peter Rigaud (Peter Rigaud)

Das „österreichische Versailles“ ist eine der besterhaltenen barocken Ensembles Europas. Das Schloss Schönbrunn, seine Parks und Gärten stehen bis heute sinnbildlich für das Herrschaftsverständnis des Hauses Habsburg.

Wien Tourismus/Peter Rigaud (Peter Rigaud)

Sie ist weit mehr als Marillen und das Mariandl: Die Wachau ist vielmehr eine uralte Kulturlandschaft entlang der Donau, in der von jeher etwas los ist. Geprägt durch Weinterrassen, Obstgärten und die imposanten Stifte Melk und Göttweig. Aber auch von Schlössern, Burgen und Ruinen, wie jener über Dürnstein, in der König Richard I. Löwenherz
im 12. Jahrhundert gefangen gehalten worden sein soll. Von noch weit früherer Besiedelung zeugen Funde wie die berühmte, 30.000 Jahre alte Figurine „Venus von Willendorf“.

Niederösterreich Werbung/ Andreas Hofer

Sie liegen unsichtbar im Keutschacher See, dem Attersee und dem Mondsee: die Reste prähistorischer Pfahlbauten aus Kupfer-, Bronze- und Eisenzeit. Diese Spuren menschlicher Siedlungen sind Teil eines transnationalen Welterbes.

Kuratorium Pfahlbauten
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