Streng geheim in ItalienHier wohnt man in einem Museum

Dieses Dorf in der Emilia-Romagna ist eine einzigartige Kunstgalerie.

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Gemälde schmücken die Hauswände von Dozza © Giuseppe Antonio Pec/stock.adobe.com
 

Normalerweise hält sich die Freude von Hausbesitzern in engen Grenzen, wenn ihnen ein Wildfremder ein Bild an die Hausfassade malt. Nicht so in Dozza, einem Dorf in der italienischen Region Emilia-Romagna. Denn dort hat das seit den 1960er-Jahren Tradition.

Alle zwei Jahre findet das Festival „del Muro dipinto“ statt, also das der bemalten Wände. Dazu werden Künstler in das mittelalterliche Städtchen eingeladen, das zu den schönsten des Landes zählt, die dann Häuserfronten mit Gemälden versehen. So ist innerhalb der vergangenen Jahrzehnte in den engen Gassen und auf den Plätzen des Ortes, eine regelrechte Freiluftgalerie entstanden, in der die Besucher an den Gemälden vorbeiflanieren.

Der Entstehungsgeschichte der Werke, die von den Künstlern zunächst als Skizzen eingereicht werden müssen, kann man in einem tatsächlich überdachten Museum im Dorf nachspüren. Dort sieht man auch Wandmalereien, die von den Fassaden gerettet wurden, weil sie Wind und Wetter nicht trotzen konnten.

Zwar nicht bemalt, aber deshalb nicht minder beeindruckend, ist die Festung Rocca Sforzesca, deren prunkvolle Räume man besichtigen sollte. Diese Empfehlung gilt auch für den Weinkeller der Burg, der mehr mit mehr als 800 regionalen Sorten bestückt ist.

Reisetipp

Die nächste Auflage der „Biennale Muro Dipinto“ findet von 13. bis 19. September statt. www.fondazionedozza.it

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