Will man sich ein Bild der Stadt Salzburg machen, so eignet sich das Panoramabild von Johann Michael Sattler, das um 1825 entstanden ist. Im Panorama Museum kann man über einen kleinen Ausschnitt in das rund geformte Gemälde mit 25 Meter Länge und fast fünf Meter Höhe eintreten und einen Rundumblick der Stadt Salzburg genießen. Nur den Festungsberg sieht man nicht, denn dort liegt der Betrachtungspunkt.

Die topografische Malerei ist sehr detailgetreu und so kann man die Tiere auf der Weide und die Wäsche auf der Leine hängen sehen. Noch bevor es Postkarten oder Fotografien gab, stellte Sattler das Panoramabild in verschiedenen Stätten aus und so erlangte die Stadt Salzburg Bekanntheit.

Sattlers Salzburg-Gemälde als Postkarte aus der Vergangenheit
© Bryan Reinhart 2014

Das bauliche Bild haben vor allem die Erzbischöfe geprägt, die hier über Jahrhunderte regiert haben. Denn Salzburg war ein Kirchenstaat und wurde absolutistisch vom Erzbischof geführt, der zugleich Vertreter des Papstes, aber auch Landesherr war. Erzbischof Wolf Dietrich gilt als Begründer des barocken Salzburgs.

Von Erzbischöfen und Hollywood

Von den Erzbischöfen wurde eine bedeutende Kunstsammlung aufgebaut, die sich jedoch zersplittert hat, als die Stadt zwischen die Fronten von Frankreich, Bayern und Wien kam. „Wir hätten hier ein Museum wie die Uffizien es sind“, philosophiert Martin Hochleitner, Direktor vom Salzburg Museum. Er verweist dabei auf den „Jüngling von Magdalensberg“, der im Kunsthistorischen Museum in Wien hängt, den Harnisch von Wolf Dietrich in Bayern und die Salzburger Stadtpläne in Frankreich.

Geprägt hat die Stadt an der Salzach auch die Anwesenheit der amerikanischen Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg, wie sie mit ihren Jeeps durch die Gassen fuhren und im Camp Roeder, der heutigen Schwarzenbergkaserne, stationiert waren. Amerikaner kommen noch immer gerne nach Salzburg, vor allem, weil sie auf den Spuren von „Sound of Music“ wandeln. Die Verfilmung der Lebensgeschichte der Familie Trapp gilt weltweit als Weihnachtsklassiker.

Nur in Österreich ist der Film kaum bekannt, ebenso wenig wie die Filmkulissen, zu denen es eigene Führungen gibt. So sorgen etwa die unzähligen Fotografierenden auf der Treppe im Mirabellgarten manchmal für Verwunderung, sofern man die Szene aus dem Film nicht kennt.

Das Museum der Moderne bietet nicht nur tolle Ein- sondern auch Ausblicke
© SALZBURG TOURISMUS

Komponist in Kugelform

Ein sehr bekanntes Gesicht Salzburgs ist das Porträt von Wolfgang Amadeus Mozart auf sämtlichen runden Konditorwaren. Ob die neun Millionen Tagesgäste pro Jahr auch die Originale Mozartkugel als Mitbringsel auswählen? Denn vielen ist noch immer nicht bekannt, dass die Original Salzburger Mozartkugel von Paul Fürst stammt. 1890 erfand der Salzburger Konditor diese weltberühmte Spezialität, die so gerne nachgeahmt wird. Fürst erhielt 1905 bei der Pariser Ausstellung eine Goldmedaille für sein berühmt gewordenes Produkt. Auch heute noch wird die süße Kugel in blauer Umhüllung vom Familienbetrieb aus in die ganze Welt versandt.

Vom Mirabellgarten bis zur Festung Hohensalzburg
© Tourismus Salzburg (G. Breitegger)

Am Besten man macht sich sein eigenes Bild dieser Stadt. Ob beim Besuch der Salzburger Festspiele, der interessanten Museen und rund 50 Galerien, dem Geburtshaus Mozarts oder den sehenswerten Kirchen. Und wie gesagt, von der Festung Hohensalzburg hat man einen wunderbaren Rundumblick, kann das Brüllen des Salzburger Stiers hören, dem Glockenspiel lauschen und beim "Museum der Moderne Salzburg" den Blick über die Altstadt genießen. Bis 2023 kann man diesen Rundumblick mit dem Sattlerpanorama vergleichen, danach zieht das Rundgemälde ins ehemalige Barockmuseum im Mirabellgarten, wo das neue Weltkulturerbe-Besucherzentrum entstehen soll.