Die Geschichte der ehemaligen psychiatrischen Klinik Mombello in Limbiate gibt nicht nur Stoff für einen Horrorfilm her, sondern für gleich mehrere. Sie ging 1878, in Betrieb und war eine der größten des Landes. In den Häusern auf dem mehr als 20 Hektar großen, parkähnlichen Gelände lebten bis zu 3000 Patienten, von behinderten Kindern bis zu Erwachsenen mit schweren psychischen Krankheiten.

Abgeschirmt durch eine zwei Meter hohe Mauer, war die Klinik eine kleine Stadt in der Stadt. In ihr verlieren sich viele Spuren, zum Beispiel auch 1942 die von Benito Albino Dalser. Er war ein Sohn des faschistischen Diktators Benito Mussolini und hatte Kameraden im Krieg offenbar zu viel Privates über den "Duce" erzählt.

Mombello in Limbiate
Die ehemalige psychiatrische Klinik Mombello in Limbiate
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Im Vergleich zu ihrer Vergangenheit wirken die verlassenen Gebäude der seit 1999 geschlossenen Klinik heute fast freundlich: draußen viel wildes Grün, drinnen viele bunte Graffiti – und in der Ferne das Lachen von Kindern. Es kommt aus einer Schule, die in eines der Häuser eingezogen ist.

Der Eingang zum frei zugänglichen Areal befindet sich in der Via Monte Grappa nördlich des Ortszentrums von Limbiate. Die Gebäude sind teilweise einsturzgefährdet. Wer sich ein Bild der Lage machen will, sollte das keinesfalls nachts tun. Auf dem Gelände kommt es immer wieder zu Raubüberfällen.