Sardinien war einer der Trendsetter, wenn es darum geht, den unlimitierten Zugang zu Stränden zu begrenzen oder dafür eine Gebühr einzuheben. Zudem gibt es bereits seit einigen Jahren saftige Strafen für Urlauber, die Sand, Steine oder Muscheln von den Stränden als Souvenir mitnehmen und dabei erwischt werden. Oder spezielle Regel, wie am Strand keine Handtücher sondern Strohmatten zu verwenden, da an ihnen nicht so viel Sand hängenbleibt.
Denn die zu Italien gehörende Insel hat nicht nur besonders schöne Strände, sie sind auch wichtige Ökosysteme, die durch die Besuchermassen nicht zerstört werden sollen. Insofern wird die Liste der Strände, die die Zahl der Gäste begrenzen und Gebühren einheben, immer länger: Dazu gehört auch die Cala Goloritzè in Baunei, die vergangene Woche zum schönsten Strand gekürt wurde, auf der sich maximal 250 Personen gleichzeitig sonnen dürfen. Die Bucht ist nur per Boot oder über einen Wanderweg zu erreichen, letzterer ist von 7.30 bis 15 Uhr geöffnet und abgesehen von Kindern unter sechs Jahren oder Einheimischen müssen für die Benutzung 7 Euro bezahlt werden. Einen Platz kann man ab drei Tagen im Voraus über die Website Heart of Sardinia buchen oder das Ticket am Eingang des Wanderwegs kaufen.
Für den Zugang zum Strand La Pelosa in Stintino muss man ab dem 15. Mai ein Ticket online buchen, 3,50 Euro pro Person sind dafür zu überweisen. Auch für die Oasi Biderosa müssen Besucher ab Mai Tickets kaufen, entweder am Eingang oder vorab online. Die Strände Cala Brigantina und Cala Coticcio auf der Insel Caprera gehören zum Nationalpark des Archipels von La Maddalena. Maximal 60 Personen pro Tag dürfen sie besuchen, der Eintritt beträgt 3 Euro.