Wer Ruhe sucht, ist hier die nächsten Tage fehl am Platz. Zwischen den ohnehin schon eng zusammenstehenden Häusern – mehrheitlich Hotels, Geschäfte und Gastwirtschaften – wurden die wenigen noch unverbauten Flächen in „Medal Plaza“, „Finish Area“, „Fan Area“ und „Center Stage“ umbenannt und mit der für ein Großereignis dieser Art üblichen Infrastruktur ausgestattet: Bühnen für Konzerte und Medaillenzeremonien, Standln zur Getränkeausgabe, Überkopfanzeigen, die den Besuchermassen in der 950 Meter langen „Fanmeile“ Orientierung geben sollen. Verglaste, als Mini-Fernsehstudios genutzte Container. Ein Busterminal. Jede Menge Mülltonnen, die zum Abfalltrennen animieren sollen. Das zweistöckige VIP-Zelt neben der monströsen Zuschauertribüne im Zielstadion am Ortsrand gleicht wenige Tage vor der Eröffnung noch einer Handwerker-Leistungsschau. Mit hektischer Betriebsamkeit fließen hier tausende Handgriffe ineinander. Es wird gebohrt, geschraubt und gesägt, angeliefert, aufgebaut und angeschlossen.
Saalbach-Hinterglemm
Goldrausch im Glemmtal: Ein Ort rüstet sich für die Alpine Ski-WM 2025
Reportage.
Lokalaugenschein im WM-Ort Saalbach-Hinterglemm: Das einst bettelarme Tal in Salzburg hat sich zu einer internationalen Wintersportdestination entwickelt. Ab 4. Februar geht es um Medaillen.
© Christian Woecking/TV Saalbach-Hinterglemm