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Plastik-Fasten-TagebuchAufruf: Wir suchen Ihre Ideen für Plastik-Verzicht!

Wer Plastik vermeiden will, ist auf Tipps und Tricks von Mitstreitern angewiesen. Daher suche ich Ihre Ratschläge!

Im Plastik-Fasten-Wahn
Im Plastik-Fasten-Wahn © Jürgen Fuchs
 

Es gibt Momente, da kann man nur fassungslos den Kopf schütteln: Einkauf im Supermarkt, Tatort Obsttheke. Halbierte (!) Orangen und Grapefruits, feinsäuberlich eingewickelt in Frischhaltefolie (siehe Bild unten). Den Sinn dahinter können mir auch die Verkäuferinnen nicht erklären. Nur so viel: „Für die Kunden ist es praktischer.“ Eh. Der Kunde spart sich die unfassbare Anstrengung des Orangen-Schälens. Vielleicht ist eine ganze Frucht für einen Singlehaushalt auch nicht tragbar, ich weiß es nicht.

Halbierte Grapefruits im Supermarkt, feinsäuberlich in Plastikfolie gewickelt
Halbierte Grapefruits im Supermarkt, feinsäuberlich in Plastikfolie gewickelt Foto © Sarah Ruckhofer

Aber eines ist klar: Genau deswegen ist das Plastik-Fasten so wichtig. Es öffnet die Augen für kleine und groß Umweltsünden, für die ich sonst vielleicht blind gewesen wäre. Mehr oder minder erfolgreich kämpfe ich mich in Woche drei durch die Einkäufe, Leinentasche und Stoff-Beutel für Obst und Gemüse sind selbstverständliche Begleiter geworden. Plastik-Schüsseln und -Tiernäpfe sind den Pendants aus Keramik oder Glas gewichen, auch mein Badezimmer ist deutlich Synthetik-befreit. Ich versuche, Kompromisse zu schließen: Mit Abschminkpads aus Bambus kann ich gut leben, ohne weiche Kontaktlinsen nicht. Meine wichtigste Erkenntnis in Sachen Plastik-Fasten aber ist: alleine geht es nicht! Ohne die Ratschläge von Mitstreitern wäre ich längst gescheitert.

Haben auch Sie Tipps, wie man Plastik im Alltag den Kampf ansagt? Kennen Sie Geschäfte, Onlineshops oder Direktvermarkter, die Sie gerne empfehlen möchten? Oder wissen Sie ein Rezept für plastikfreie Kosmetika, Putzmittel oder Ähnliches? Die gesammelten Leser-Ratschläge und -Ideen werden am Ende der Fastenzeit in der Zeitung und online veröffentlicht. Schicken Sie mir Ihre Vorschläge (gerne mit Fotos) sowie der Angabe Ihres Namens und Wohnortes an sarah.ruckhofer@kleinezeitung.at – ich freue mich!

Kommentare (1)

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Church-Hill
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Vordergründig gehört

das Anbieten von Waren in Plastikverpackung weitgehend verboten. Zum Beispiel, wenn Produkte - eh schon zwei Mal verpackt - zu guter Letzt noch in einer Folie verschweißt werden. Plastikverpackungen bei Milchprodukten sind ebenfalls zu verbieten, weil nicht notwendig. Das gleiche gilt auch für fünf Blattl Wurst oder Schinken in einer riesigen Plastikverschalung. Grundsätzlich sollten wir wieder zu der Praxis zurückkehren, Fleisch- und Wurstwaren erst bei Bestellung frisch aufzuschneiden. Die ganze z.T. abenteuerlich verpackte Süßwarenpalette gehört durchforstet: Für zehn verhungerte Bonbons eine Plastikschale, einen Karton und eine Zellophanhülle zu verbrauchen, erscheint mir abartig. Ebenso wäre der ganze Coffee-To-Go - Schwachsinn abzustellen. Was ist so großartig dran, wie ein Rindviech unterwegs zu saufen? Das wäre einmal ein Anfang. - Eine Bewusstseinsänderung bei den Konsumenten zu erreichen, erscheint mir wesentlich langwieriger, weil der Mensch dazu neigt, wenn er gerade unbedingt etwas haben will, sich das auch zu nehmen.

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