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Neues OGH-UrteilKörperverletzung unter Kindern: Muss ein Achtjähriger Schadenersatz bezahlen?

Fünf gegen einen auf der Spielwiese: ein Stecken fliegt, ein Auge wird verletzt. Am Ende wird ein Achtjähriger auf Schadenersatz geklagt. Jetzt hat der OGH sein Urteil gefällt.

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Gelegentlich landen auch Schadenersatzklagen unter Kindern vor Gericht. Im konkreten Fall wurde ein Neunjähriger von einem Achtjährigen am Auge verletzt. Zwischen den beiden war es schon im Vorfeld immer wieder zu Konflikten gekommen. „Blutig“ wurde die Auseinandersetzung, als sich der Neunjährige in Begleitung von vier gleichaltrigen Freunden auf einer Wiese dem jüngeren Buben näherte. Zwei aus der Gruppe gestikulierten dabei mit Stecken in der Hand, um den Jüngeren „einzuschüchtern“. Dieser fühlte sich bedroht und warf einen Ast in Richtung seiner Gegner. Das ging leider richtig ins Auge. Vor Gericht musste nun die Frage geklärt werden, ob und in welchem Ausmaß der Achtjährige für die Körperverletzung haftet. Eines gleich vorweg: Der OGH war auf der Seite des Beschuldigten. Eine Selbstverständlichkeit war das allerdings nicht. Eine Haftung der Eltern war im vorliegenden Fall übrigens ausgeschlossen, weil ihnen keine Verletzung der Aufsichtspflicht vorgeworfen werden konnte.

Kommentare (1)
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hansi01
0
15
Lesenswert?

Zumindest hat der Neunjährige etwas daraus lernen können

Wenn man sich in einer Gruppe noch so stark und sicher ist um andere Mitmenschen zu demütigen, kann etwas ins Auge gehen.