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OmbudsfrauRat vom Anwalt: Hilfe, mein Nachbar ist so laut!

In der Coronakrise haben sich Nachbarschaftskonflikte wegen Lärmbelästigung verschärft. Wie man sich gegen eine nervende Dauerbeschallung von nebenan rechtlich wehren kann.

Folgt man OGH-Urteilen zu Lärmbelästigung, muss man Rücksichtslosigkeit nicht hinnehmen
Folgt man OGH-Urteilen zu Lärmbelästigung, muss man Rücksichtslosigkeit nicht hinnehmen © (c) Antonioguillem - stock.adobe.com
 

Unsere Leserin wohnt seit mehr als 30 Jahren in einer Eigentumswohnung im Stadtgebiet und hatte bisher ein gutes Auskommen mit ihren Nachbarn. Seit die Wohnung über ihr an einen jungen Mann vermietet wird, der musiziert, hat sich das allerdings geändert. „Er versucht gerade, Saxofon zu erlernen, und das stundenlang, völlig unmelodiös und atonal - es kommen immer nur Grundtöne und kurze Tonfolgen, so laut und schrill, dass ich mich in meiner Wohnung mit niemandem mehr unterhalten kann und auch beim Fernsehen kein Wort mehr verstehe“, erzählt die Frau. Sie habe den jungen Mann schon mehrmals darauf angesprochen, ihn auf eine Übungsmöglichkeit in einem vorhandenen Kellerraum verwiesen, aber keinerlei Verständnis und Rücksichtnahme erreichen können, da er der Meinung sei, im Recht zu sein. Die Coronakrise habe das Zusammenleben noch schwieriger gemacht. „Ich bin wirklich am Verzweifeln und frage mich, ob ich mir in meinem Heim diese Belästigung gefallen lassen muss oder ob man in einem Wohnhaus nicht erwarten kann, dass jeder sein Leben so einrichtet, dass er die Lebensqualität des Nachbarn nicht beeinträchtigt?“schildert sie die Belastung und möchte wissen, ob sie zumindest das Gesetz auf ihrer Seite hat.

Kommentare (1)

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Hildegard11
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7
Lesenswert?

Recht ist Recht und...

....Charakterschwein ist Charakterschwein