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WeinverkostungSo schmeckt ein Welschriesling der neuen Generation

"Eine neue Generation von Welschrieslingen, wie man sie sich nur wünschen kann": Sommelier René Kollegger bespricht den Welschriesling Rechnitz 2019 vom Weingut Straka.

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René Kollegger ist © x
 

Meine Liebe zum Welschrieling habe ich schon vor einiger Zeit entdeckt. Diese Rebsorte ist ein perfekter Lieferant für Herkunft und Boden und mit seiner Leichtigkeit und geringem Alkohol am Puls der Zeit.

Die Steiermark mit den Welschrieslingen Sulz (Maitz), Weinstock (Tement) oder Franz Lackner (Katharina Lackner – Tinnacher) hat vorgezeigt, wie es geht und auch im Südburgenland hat diese Rebsorte eine lange Tradition.

Tradition triff hier auf Moderne. Klassische Methoden des Weinmachens auf neueste Techniken. Dazu sind die Weine geprägt von der einzigartigen Lage der Weinberge an den südlichen Hängen des Günser Gebirges, das einerseits das mittlere vom südlichen Burgenland trennt und andererseits den Übergang von der ungarischen Tiefebene zum Alpenostrand bildet. Der Boden setzt sich aus metamorphen kristallinen Schiefern und magmatischem Gestein zusammen, die es nur an drei anderen Plätzen der Welt gibt.

Zur Person

René Kollegger ist gebürtiger Voitsberger. Er absolvierte eine Lehre als Koch und Restaurantfachmann im Weingasthof Gußmack.

Stationen: Kollegger arbeitet heute als als Sommelier im Restaurant und Weingut Maitz in Ratsch an der südsteirischen Weißstraße. Zuvor war er unter anderem Maitre und Sommelier bei Tom Riederer im Pfarrhof in St. Andrä im Sausal, im Sonnenalp Resort von Vail in den USA, im Relais & Chateaux Hotel Tennerhof in Kitzbühel, und als Sommelier und Restaurantleiter bei Döllerers Genusswelten in Golling. 

 

Alte Reben

Der Familienbetrieb Straka in der Bahnhofsstraße im burgendländischen Rechnitz, wird in dritter Generation geführt und ist bewusst bemüht, Weingärten zu erhalten, die zum Teil schon in den 1930ern ausgepflanzt wurden.

Wöschmeisterschaften

Eine hochkarätige Jury kürt am 28. Juni 2021 am Weingut Maitz in Ratsch an der Weinstraße die besten Welschrieslinge des Landes zum "Wöschmeister". Mehr dazu: wöschmeisterschaft.at

Der hier besprochene Ortswein kommt aus verschiedenen Weingärten rund um Rechnitz von 15- bis 35-jährigen Reben. Die Nase zeigt etwas Reduktivität mit Bratapfel, Kletzenbirne, etwas Quitte, Honigmelone und Anklängen von Zitronenzesten mit Salbei.

Der Gaumen ist saftig mit der leichten Herbheit einer Birne, zarter Phenolik vom Schalenkontakt, unterlegt mit Kräutern und einer leicht rauchigen Mineralik.

Die frische Säure macht diesen Wein zu einem fantastischen Vertreter einer neuen Generation von Welschrieslingen wie man sie sich nur wünschen kann.

Ein Welsch der neuen Generation vom Weingut Straka besprochen von Sommelier René Kollegger Foto © Weingut Straka