Deutsche StudieKinder entwickeln nach Corona-Infektion langfristige Immunität

Eine deutsche Studie hat die Auswirkungen von Corona-Infektionen bei Kindern untersucht. Demnach sind asymptomatische Verläufe bei Kindern fünf Mal häufiger als bei Erwachsenen. Die Betroffenen entwickeln dabei aber einen starken Immunschutz.

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Asymptomatische Verläufe sind laut einer Untersuchung bei Kindern fünf Mal häufiger als bei Erwachsenen
Asymptomatische Verläufe sind laut einer Untersuchung bei Kindern fünf Mal häufiger als bei Erwachsenen © Christiane Canori
 

Gerade vor dem bereits absehbaren Ende der Schulferien in Österreich und teilweisem Schulbeginn in Deutschland wird die Frage von Covid-19 an Bildungseinrichtungen und unter Kindern wieder besonders relevant. Die Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion auf Kinder untersucht die deutsche Familienstudie zu Covid-19. Demnach sind asymptomatische Verläufe bei Kindern fünf Mal häufiger als bei Erwachsenen. Die Betroffenen entwickeln dabei aber einen starken Immunschutz.

Wissenschafter der Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm sowie des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts NMI in Reutlingen haben ihre Ergebnisse vor kurzem im Preprint (noch ohne Begutachtung durch Fachkollegen) veröffentlicht. Für die Studie wurden laut dem Deutschen "GesundheitsPortal" 328 Familien mit mindestens einem an Covid-19 erkrankten Mitglied mehrfach untersucht.

Insgesamt nahmen 548 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren und 717 Erwachsene teil. In Familien mit einer infizierten Person steckten sich demnach Kinder (34 Prozent) deutlich seltener an als Erwachsene (58 Prozent) und waren - im Fall einer Infektion - fünfmal häufiger ohne Krankheitszeichen (Erwachsene: neun Prozent, Kinder: 45 Prozent).

Kindliche Antikörper gut wirksam gegen verschiedene Virusvarianten

Immer wieder ist festgestellt worden, dass schwerere Symptome einer SARS-CoV-2-Infektion eine bessere Immunantwort nach sich ziehen. Bei Kindern ist das offenbar nicht der Fall. Die Kinder zeigten elf bis zwölf Monate nach der Infektion stärkere und länger anhaltende spezifische Antikörperspiegel als Erwachsene. Das galt unabhängig davon, ob Krankheitszeichen vorhanden waren oder nicht. Die kindlichen Antikörper sind gut wirksam gegenüber verschiedenen Virusvarianten, so dass auch nicht sichtbar erkrankte Kinder nach einer Infektion geschützt sein sollten. Keines der infizierten Kinder musste im Krankenhaus behandelt werden.

Auch bei den berichteten Beschwerden unterschieden sich Erwachsene und Kinder. Während bei Erwachsenen Fieber, Husten, Durchfall und Geschmacksstörungen gleichermaßen ein guter Hinweis auf eine Infektion waren, waren bei Kindern nur Geschmacksstörungen ein deutliches Signal auf eine Covid-19-Infektion (87 Prozent). Husten und Fieber waren erst mit steigendem Alter ab etwa zwölf Jahren ein Hinweis auf eine Ansteckung.

Kommentare (2)
dude
0
8
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Das sind doch sehr positive Erkenntnisse!

Wir werden noch so viel lernen über dieses Virus und diese Krankheit!

VH7F
13
24
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In Schweden waren die durchgehend in der Schule

Somit sind dort alle Jungen sehr gut immun? Bei uns werden sie in die Impfung genötigt?