SommergesprächVirologin Dorothee von Laer: ''Eigentlich sollte klar sein, dass das Leben ein Restrisiko birgt''

Die Pandemie hat ein Brennglas auf die Virologie gerichtet und Forscherinnen dieses Fachs zu Personen öffentlichen Interesses gemacht – etwa Dorothee von Laer, eine Frau des fundierten Wissens und deutlicher Worte.

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Dorothee von Laer, Virologin
"Ich kann sagen was es uns kostet, die Gesellschaft muss entscheiden, ob es ihr das wert ist", sagt Dorothee von Laer über ihre virologische Sicht auf die Corona-Maßnahmen in Österreich © MUI/Lechner
 

Sie arbeiten aktuell an einer Studie zum heterologen Impfschema, also Kreuzimpfungen. Daran beteiligt ist auch Florian Krammer, der in New York forscht und lebt. Wie hat sich die wissenschaftliche Zusammenarbeit international durch die Pandemie verändert? Und sind diese Veränderungen nachhaltig ihrer Ansicht nach?
DOROTHEE VON LAER: In unserer Fachrichtung haben die Wissenschaftlerinnen auch vor der Pandemie sehr gut zusammengearbeitet. Was sich verändert hat, ist die Interaktion mit Organisationen außerhalb der Wissenschaft. Vor der Pandemie waren wir hauptsächlich in unseren Labors und Denkbüros beschäftigt und konnten unsere Ideen und Gedanken abseits der Öffentlichkeit diskutieren. Nur wenige von uns hatten mit der Öffentlichkeit oder Politik Berührung. Umgekehrt haben auch wir uns nicht besonders für Politikerinnen interessiert. Nun mussten wir rasch lernen uns mit Behörden, der Politik und der Öffentlichkeit zu befassen.

Kommentare (24)
idapocksnimma
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.

Die menschliche Sterbewahrscheinlichkeit liegt bei 100 Prozent.

edi99
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Die Fachexpertise der Virologie ist sicher beeindruckend,

aber verhindert leider den Blick über Corona hinaus auf das ganze soziale Leben der Menschen, welches seit 17 Monaten !!! durch die Corona-Maßnahmen extrem behindert wird.
Laer schreibt sie sei keine Soziologin, daher sieht sie die Kollateralschäden auch nicht, obwohl sie sagt, sie kann sagen wieviel uns das kostet...
Ich bin im Gegensatz zu ihr sehr froh dass wir keinen Dr. Drosten haben, der wie Karl Lauterbach aus dem Alarmmodus überhaupt nicht mehr heraus findet, somit ganz Deutschland, Merkel frisst beiden aus der Hand!
Ich fühle mich in Geiselhaft der Virologie und der völlig angstgesteuerten Politik.
Was bringt es, ständig von neuen Varianten zu hören, Erhaltung des Angstlevels?
Auch mit der Impfung müssen wir uns weiterfürchten, nur nicht unvorsichtig werden.
Wir dürfen uns schon im Dauer-Lockdownmodus anschnallen, wenn aus Wuhan der next level virus mit "gain-of-function" Power entwischt!

janoschfreak
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Bitte…

…verschonen Sie uns mit ihren Weisheiten.
Sie und Ihre Gesinnungsgenossinnen haben schon genug Unheil über uns gebracht.

HRGallist
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Virologin im Sommergespräch

Diejenigen, auf die sich jetzt wieder alles fokussiert, sind die Kinder. Interessant ist, wie viele Klagen es von vor allem Müttern im Homeoffice gegeben hat, die mit ihrer Mehrfachrolle - zu Recht - völlig überlastet waren. Jetzt auf einmal ist das Bedeutungslos! Es geht um das höchste persönliche Selbstbestimmungsinteresse.
Grundschulkinder werden - trotz bestehender staatlicher Schulpflicht - aus Gründen der totalen Besorgnis abgemeldet und anscheinend auch von den gleichen Eltern jetzt völlig problemlos unterrichtet, ingeachtet der gesicherten Erkenntnis, welch psychisch langfristige Schäden durch solch soziale Isolation angerichtet werden. Kannn es sein, dass sich gerade ein Markt für hochbezahlte umfassendst qualifizierte Privatlehrer hrerausbildet, denn irgendwie muss sich ja auch wieder eine Bildungselite bilden, die irgendwann die Geschicke unseres Landes lenkt.

edi99
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Ich glaube eher, dass Kinder und Familien mit ihren aufgebürdeten Zusatzlasten

keine Lobby habe, sich zu wehren, daher auch die Impfung der ab 12-Jährigen, sie brauchen sie zwar nicht, ihnen nützt sie kaum, aber rein damit, dann werden sie wohl weniger infektiös für Erwachsene sein.
Ebenso Handwerk, kleine Geschäfte, Kunst, Kultur, Breitensport, einfach zudrehen, sie haben auch keine starke Lobby.
Die Industrie hat eine Lobby, die durfte immer weiter arbeiten, auch der Spitzensport, die Großevents, es ist alles so verlogen!

Lodengrün
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Ja warum

haben wir Krammer nicht in den Expertenrat geholt und stattdessen nur ein paar Universitätsprofessoren vertraut? Wäre er zu nahe der Wahrheit gestanden? Hätte er widersprochen?

Oirampe
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DAS und DASS

Der Artikel ist sehr interessant und lesenswert, aber können heutzutage nicht einmal mehr Journalisten zwischen 'das' und 'dass' unterscheiden? Der Text strotzt von solchen Fehlern, Kommaregeln sind anscheinend auch nur noch Gefühlssache. Da stört mich das falsch gegenderte 'VirologInnen' noch am wenigsten. Früher hätte ich bei einer Schularbeit für so etwas einen Fünfer kassiert.

richeseb
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Es gibt genau

einen „dass“-Fehler im Text, das kann passieren.😀

Rinder
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Virologen

Es gibt nicht nur Virologinnen, sondern auch hervorragende Virologen!

erstdenkendannsprechen
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kriegen sie sich ein,

die sind ja eh mitgemeint.

Bluebiru
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@Rinder

Echt jetzt? Wird die männliche Form, also Virologen, benutzt, heißt es immer, dass die Frauen ja mitgemeint seien.

Rinder
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@Bluebiru

Vielleicht würde das große I das verständlicher machen . Man sollte sich über eine einheitliche Rechtschreibung einigen. Das würde auch Fremden das Lernen der deutschen Sprache erleichtern!

neuernickname
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Die Frage ist ob man die Menschenleben wiklich "opfert" oder ob es

einfach unvermeidlich ist, dass es zu vorzeitigen Todesfällen kommt.

Denn - es haben sich niemals alle Bürger an die Regeln gehalten. Das heißt das Restrisiko lässt sich bis zu einem gewissen Teil nur vermeiden - wenn man ALLE Bürger so behandelt, als würden sie sich nicht an Regeln halten. Und ich frage mich, wer das RECHT hat, die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht zu stellen und das normale Lebensrisiko zu verhindern.
Auch "Solidarität" stößt dann an eine Grenze, wenn man Menschen zu ihrem "Besten" besachwaltet.

Irgendwann muss man die Grenzen der Besachwaltung mal festlegen. Ein Bergsteiger der abstürzt wird noch als Held bewundert - ein Alkoholiker der sich zu Tode säuft nicht.
Das Risiko nehmen aber beide auf sich - der Bergsteiger vielleicht noch bewusster als der Alkoholiker. Und die Bergung des toten Bergsteigers gefährdet auch andere Menschen, die Kollateralschäden des Alkoholismus auch.

Daher ist die Frage wohl nicht - die "absichtliche" Opferung von Menschenleben, sondern, wo man die Grenze zieht und dem Menschen seine prinzipielle Freiheit sein Leben riskieren zu DÜRFEN einschränkt.

edi99
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Und die Kleine Zeitung arbeitet emsig mit an der Idee der "Besachwaltung",

indem sie ständig spaltend und herabwürdigend von Querdenkern, Coronaleugnern, Covidioten, Impfgegnern spricht.

Ich habe heute an Thomas Götz (Offen gesagt) geschrieben, dass die Pandemie an sich noch nie "das Ganze" gefährdet hat, da die Fachwelt das Virus sogar unisono als zum Glück meist harmlos bezeichnet: In China gibt es mit seinen ca. 1,4 Mia (1.400.000.000) Menschen laut WHO bisher 4600 Covid-Tote!

Die Erfahrung auf der Diamond Princess, einem Kreuzfahrtgiganten mit sehr alten Passagieren, großer enge und langer Quarantäne auf engstem Raum, spricht Bände über die relative Harmlosigkeit:
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_auf_Schiffen#Diamond_Princess

Sie schreiben "Zu Beginn der Pandemie standen wir alle schutzlos" ... später "Bevölkerung grob in zwei Kategorien gespalten: Immunisierte und Ungeschützte" ...
Herr Götz, wir waren NIEMALS schutzlos und ungeschützt, wir haben seit es Menschen gibt, ein Immunsystem, das genial ist, besser als jede Impfung, das auch dauernd dazulernt, das sagen auch Experten, dass man nach einer Covid-Infektion besser geschützt ist als durch die Impfung!

Wenn Sie schreiben "Ungeimpfte spielen russisches Roulette" ... heisst das für Sie dass Sie sich ALLE Impfungen gegen alle möglichen Krankheiten die es in Österreich gibt reinjagen werden lassen?

Wann wird die Kleine Zeitung wieder auf den Boden der Evidenzen, der Ratio, des selbstständigen intellektuellen kritisch hinterfragenden Journalismus zurückkehren?

romagnolo
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Ich kann Ihnen nur voll und ganz zustimmen.

Leider ist die Spaltung der Gesellschaft inzwischen aber soweit fortgeschritten, das der Drang, die jeweils “andere Seite“ zu besachwalten immer größer wird uns wohl auch unerbittlicher.

Shiba1
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Hätte nicht gedacht,

dass es in Österreich 8 Millionen VirologINNEN gibt.
Auch haben scheinbar nur VirologINNEN international zusammengearbeitet.
Na dann! Gender sei Dank.

anda20
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Bei Corona

gibt und darf es dieses Restrisiko icht mehr geben.

Dafür gebührt auch der Intetviewpartnerin mit Ihren Branchenvertretern, einer vergaloppierten Politik und den Lobbyisten der Pharmaindustrie und Gesundheitsbranche ewiger Dank.

Sie haben aus unterschiedlichen Gründen und möglicherweise Eigennutz durchaus Interesse diesen Zustand möglichst lange beizubehalten.

Vielen Dank

edi99
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@ anda20: das sehe ich genau wie Sie,

folgender Artikel ist 6 Tage alte und spricht Bände:

https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/6019049/Biontech-Pfizer-Moderna-Co_ImpfstoffHersteller_Aktien-im

Auszug:

Auch jüngste Berichte der „Financial Times“, wonach die Preise je Dosis bei Biontech/Pfizer von bisher 15,5 Euro auf künftig 19,5 Euro steigen sollen, hat (zumindest bei den Aktionären) für gute Laune gesorgt. Der Kurs der Aktie von Biontech, die im Oktober 2019 erstmals in New York notiert ist, kann jedenfalls als atemberaubend beschrieben werden. Innerhalb von einem Jahr ist er um knapp 505 Prozent nach oben geschnellt.

Wer Synapsen hat, der denke!

Die Fachexpertise der Virologie ist sicher beeindruckend, aber verhindert leider den Blick über Corona hinaus auf das ganze soziale Leben der Menschen, welches seit 17 Monaten !!! durch die Corona-Maßnahmen extrem behindert wird.

Glaubt DannyHanny noch an den Weihnachtsmann?

DannyHanny
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Edi99

Sie haben recht, ich glaube eher an den Weihnachtsmann, als an Ihre Verschwörungszenarien!

DannyHanny
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Anda

Ihren sarkastischen Dank richten Sie an die Falsche! Dr. Van Laer arbeitet seit Jahren in der Virenforschung und weiss was Sie tut und sagt!
Ist das auch bei Ihnen der Fall?
Oder bevorzugen Sie Expertisen aus Facebook, Telegram und Youtube......weil dann ist Ihre Ansicht der Dinge logisch aber nicht verständlich!

Shiba1
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Da haben Sie etwas missverstanden,

den Dank richte ich an die Artikelschreiberin

ErichGolger
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@shiba1: Sie sollten lernen,

in Ihren Kommentaren die Dinge zu kommentieren, die Sie kommentieren wollen:

Entweder kommentieren Sie das Gendern, das überwiegend missverstanden wird, oder Sie reden über den Inhalt des Artikels, um den es jeweils geht...

Shiba1
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Sie brauchen mir eigentlich nicht zu sagen,

was ich zu lernen habe.

Viertelputzer
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Ja eh nicht,

weil's nichts nützt!