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56 Produkte im CheckFrühstückscerealien für Kinder enthalten zu viel Zucker

Der Großteil der 56 von Konsumentenschützern bewerteten Frühstückscerealien für Kinder enthalten zu viel Zucker und sind nicht für den täglichen Verzehr empfehlenswert.

© LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com
 

Eine gute und eine schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Frühstückscerealien für Kinder enthalten nur mehr selten Palmfett, allerdings immer noch sehr viel Zucker. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich haben 56 Produkte getestet und sich sowohl den Nutri-Score, der die ernährungsphysiologische Qualität bewerten soll, als auch eine Zucker-Ampel angesehen. Das teuerste Produkt (Frühstücks-Ringe von Hipp) - die Preise bewegten sich zwischen 27 Cent und 1,84 Euro je 100 Gramm - schnitt am besten ab.

Die Konsumentenschützer haben sich auf Produkte aus dem Einzelhandel konzentriert, die - etwa wegen Tier- und Comicfiguren auf der Packung - vor allem Kinder ansprechen sollen. Es wurden zunächst anhand des Nutri-Score Zutaten und Nährwerte verglichen. Diese fünfstufige Farb- bzw. Buchstabenskala bewertet das Verhältnis positiv und negativ eingestufter Nährstoffe.

Bewertung nach dem Nutri-Score

Vergleicht man die Zusammensetzung der 56 Cerealien mittels Nutri-Score - einer fünfstufigen Farbskala mit den Buchstaben A bis E - zeigt sich:

  • 10 Produkte im Test weisen eine insgesamt sehr günstige Nährwert­bilanz auf (dunkelgrünes A).
  • 9 Produkte haben ein immerhin günstiges Nährwertprofil (hellgrünes B).
  • 33 Produkte haben einen mittel­mäßigen Wert (gelbes C).
  • 4 Produkten fallen in die vorletzte Kategorie (oranges D) und sollten nur sparsam verzehrt werden.
Dabei wiesen zehn Produkte eine insgesamt sehr günstige Nährwertbilanz auf (dunkelgrün/A) auf, neun schafften ein Hellgrün/B. Der Großteil von 33 Cerealien erhielt aber lediglich ein Gelb/C und damit ein ernährungsphysiologisch nur sehr mittelmäßiges Ergebnis, vier Proben bekamen gar nur ein Orange/D und sollten eher selten auf den Tisch kommen.

Legt man statt des Nutri-Score das Ampelsystem der britischen Lebensmittelbehörde Food Standard Agency (FSA), das den Zuckergehalt bewertet, als Maßstab an, fällt das Zeugnis viel schlechter aus: So waren sechs der neun hellgrünen Cerealien und 26 der 33 gelben auf der Zucker-Ampel rot.

Für jene, die einen Vergleich aus der Praxis griffiger finden: Über 60 Prozent aller getesteten Produkte enthielten mehr Zucker als Butterkekse (22,5 Gramm/100 Gramm), der Rekord lag bei 35 Gramm. Die sieben nach beiden Skalen am besten bewerteten Produkte waren Bioprodukte, allerdings auch das Schlusslicht.

Die positive Nachricht: Palmöl ist war nur mehr in fünf Produkten enthalten. Zur Vorsicht mahnen Experten bei Hinweisen, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen durch Anreicherung mit Vitaminen oder Mineralstoffen suggerieren. Dies sei meist bei besonders zuckerhaltigen Produkten der Fall und überdies für die Versorgung der Kinder völlig überflüssig.

Kommentare (1)
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melahide
0
3
Lesenswert?

Nicht nur

Zucker. Da ist wirklich nur Blödsinn drin. Gebt das euren Kindern macht. Macht den Kindern ein Müsli aus Haferflocken, Leinsamen, Nüssen, frischem Obst und Naturjoghurt!