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Saugroboter im TestKeiner schafft ein lupenreines Ergebnis

Vollautomatische Saugroboter liegen im Trend. Aber sind sie die vollautomatischen Alltagshelfer auch gut?

© New Africa/stock.adobe.com
 

Es klingt einfach zu schön, um wahr zu sein: Nie wieder staubsaugen! Das versprechen zumindest die Hersteller von vollautomatischen Saugrobotern, die selbständig in der herumfahren, sauber machen und bei sinkender Akkuleistung zur Ladestation zurückkehren.

Das Testmagazin Konsument hat neun Modelle getestet – davon schaffte keines ein „sehr gut“. Testsieger mit der Bewertung „gut“ ist der iRobot Roomba i7158 um 650 Euro, dicht dahinter folgt der Neato Botvac Connected D7 um 600 Euro. Ein Fazit der Tester: Gründlichkeit ist bei Saugrobotern eine Frage des Preises.

Günstige Sauger schwächeln entweder auf Teppichen (Blaupunkt, Vileda, Zaco) oder auf Hartböden (Moneual, Medion) und lassen wesentlich mehr Staub liegen als die teurere Konkurrenz. Auf Hartboden spielt das iRobot-Modell seine Stärken aus, und auch Neato liefert dort brauchbare Ergebnisse. Weiter nach vorn schaffte es nur der preisgünstige Eufy um 250 Euro, der aber deutliche Schwächen bei der Staubaufnahme zeigte.

Das teuerste Modell im Test, der Dyson 360 Heurist um 1000 Euro, lieferte auf Hartboden gar nur ein „durchschnittliches“ Ergebnis, punktete dafür aber auf Teppichen. Den „Härtetest mit Haaren“ – essenziell für Haustierbesitzer – haben die Modelle von Neato und Dyson gut bewältigt.

Ein weiteres Kriterium im Test war die Lautstärke – die kann vor allem beim Saugen auf Hartboden mitunter nervtötend sein. Das ist vor allem bei Neato und Dyson der Fall. Dyson hat darüber hinaus den höchsten Stromverbrauch im Testfeld.

Die Testergebnisse im Detail

Während die teureren Geräte den Raum flott und systematisch abfahren, sind die preiswerteren oft um ein Vierfaches länger unterwegs – damit verbrauchen sie auch mehr Strom. Im Fall von Blaupunkt und Medion blieb noch dazu rund ein Viertel der Prüffläche ungesaugt.

Nicht übersehen darf man bei der Anschaffung eines Saugroboters die Folgekosten: Bürsten und Filter sind Verschleißteile. Interessant ist aber nicht nur, wie viel sie kosten, sondern auch, wo sie überhaupt beziehbar sind.

Gleiches gilt für den Akku, dessen Lebensdauer laut Herstellerangaben zwischen zwei und fünf Jahren liegt. Das Positive: Er ist bei iRobot, Neato, Dyson, Vileda, Medion und Blaupunkt durch den Benutzer selbst wechselbar. Die Hersteller von Eufy, Zaco und Moneual gaben zum Thema Akku keine Auskunft. 

Was man vor dem Kauf eines Saugroboters bedenken muss

  • An dicken Teppichen scheitern die Haushaltshelfer meist noch, auch in den Ecken erwischen sie nicht alle Flusen. Man braucht also immer noch einen "normalen" Staubsauger.
  • Je größer die zu saugende Fläche, desto besser Sensoren sollte ein Roboterstaubsauger haben – und desto teurer kann die Anschaffung werden.
  • Je verwinkelter der Grundriss einer Wohnung ist, desto eher hat ein Saugroboter Probleme bei der Orientierung und findet nicht wieder in seine Ladestation zurück. Komplexe Grundrisse erhöhen außerdem die Reinigungsdauer. Daher sind stark verwinkelte Häuser eher nicht zur Reinigung mit einem Saugroboter geeignet.
  • Der Platz für die Ladestation muss gut überlegt sein, unterm Bett oder Sofa ist meist ungünstig. Damit der Roboter wieder leicht in seine Garage zurückfindet, sollte diese freistehen und mindestens einen Meter rundum Platz haben.
  • Käufer sollten darauf achten, dass Verschleißteile des Roboters wie Bürste, Filter oder Akku austauschbar sind.

Zudem ist es wichtig, vor dem Kauf nachzumessen, ob es der  Saugroboter auch unter die Möbel schafft oder dort stecken bleibt. Der Dyson etwa ist sehr schmal, dafür aber höher als alle anderen Sauger im Test.

Arbeit, die einem kein Saugroboter abnehmen kann: Man muss vor ihrem Einsatz den Weg freiräumen. Gerade kleines Spielzeug wird oft mitgeschleift und zerkratzt so den Boden. Unbekannte Hindernisse können auch dazu führen, dass der Sauger den Betrieb ganz einstellt. Damit sich die Roboter im Raum orientieren können, müssen auch ihre Sensoren regelmäßig gereinigt werden. Zudem bleibt es nicht aus, in den Ecken gelegentlich händisch nachzusaugen.

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