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Covid-19Drosten empfiehlt Quarantäne vor Familienbesuchen

Familientreffen ja - aber mit Vorsicht und einer Vorquarantäne: Das empfiehlt der deutsche Virologe Christian Drosten.

Drosten empfiehlt Quarantäne vor Familienbesuchen
Drosten empfiehlt Quarantäne vor Familienbesuchen © AFP
 

Familientreffen im Herbst und Winter hält der Virologe Christian Drosten trotz Corona-Pandemie unter gewissen Voraussetzungen für vertretbar. "Ich halte das Prinzip der Vorquarantäne für eine gute Idee. Also dass Menschen einige Tage, optimalerweise eine Woche, vor dem Familienbesuch mit Oma und Opa soziale Kontakte so gut es geht vermeidet", sagte der Berliner Wissenschafter in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Wochenzeitung "Die Zeit".

Durch die Zeit mit weniger Kontakten senke man das Risiko für eine Infektion. "Wenn überhaupt, dann hat man sich vielleicht eher in der Woche zuvor angesteckt, und dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich", so der Experte der Charitè. "Das könnte ein Ansatz sein für die kommende Zeit, jetzt für die Herbstferien und vielleicht auch für Weihnachten."

Aber es blieben immer Restrisiken. Drosten machte deutlich, dass man auch auf mögliche Symptome wie eine laufende Nase und leichtes Halskratzen achten und bei solchen Krankheitsanzeichen zu Hause bleiben sollte.

Kommentare (33)

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Schwoazasteira92
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Hysterie

Wie viel hat der erhalten für das er die Angst hochhält?

Shiba1
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Jetzt

dreht er komplett durch

duerni
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Sg. Redaktion - also bin ich nicht der Einzige dessen Beitrag eliminiert wurde ...

ich versuche es noch einmal. Wie weltfremd ist Herr Drosten, um seine Forderung zu formulieren? Seine Bezeichnung "Vorquarantäne" - was ist das - ich kenne nur eine Quarantäne.
- Vor Besuch der Großeltern - eine Woche zu Hause bleiben - und ich glaube zu wissen, dass eine Quarantäne - neuerdings - zehn Tage andauert.
- Sollen wir Urlaub nehmen, um anschließend den Opa sehen zu dürfen?
Da sollte doch Maske und Desinfektion die bessere Lösung sein.
......An die Red.: Ist das jetzt genehmigt?

Vencor
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Liebe Redaktion

Warum wurde mein Kommentar gelöscht, in dem ich darauf hinwies, dass Drosten 2004 im Zuge der Mers-Epidemie selber der Meinung war, man müsse die PCR-Testergebnisse mit Vorsicht behandeln? Gegen welche Netiquette habe ich verstoßen? Oder war das nur ein Kommentar, der nicht opportun ist?

nijinsky
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Wirrologe Drosten sollte zuhaus bleiben

Das Ganze ist schon längst keine gesundheitliche Frage mehr, sondern eine politische. Wann wird der Spik endlich beendet? Hier haben sich Wichtigmacher aus Politik sinnlos verrannt. Es ist kein Killervirus. Leider spielen die Medien das böse Spiel mit von der "grossen" Transformation.

Vencor
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Und da immer wieder behauptet wird, bei den positiv Getesteten handele es sich um Infizierte, hier, was die Hersteller der Tests selber sagen:

Firma Roche (Hersteller des cobas SARS-CoV-2-PCR-Tests): „Positive Ergebnisse deuten das Vorhandensein von SARS-CoV-2 RNA hin, aber nicht unbedingt auf das Vorliegen eines übertragbaren Virus.“
Firma Creative Diagnostics (Hersteller des SARS-CoV-2e Coronavirus Multiplex RT-qPCR Kits): „Das Nachweisergebnis dieses Produkts dient nur zur klinischen Referenz, und es sollte nicht als einziger Nachweis für die klinische Diagnose und Behandlung verwendet werden.“
Institut für medizinische Mikrobiologie der Universität Mainz: „Ein positives PCR-Ergebnis ist nicht beweisend für das Vorliegen einer floriden Infektion bzw. einer andauernden Besiedlung, da die PCR-Untersuchung nicht zwischen vermehrungsfähigen und nicht mehr vermehrungsfähigen Organismen unterscheidet.“

checker43
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Und

Sie ziehen daraus den Schluss, dass niemand mit einem positiven Ergebnis infektiös ist, oder?

Vencor
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Nein, wie kommen Sie darauf, checker43?

Es ist eine Korrelation: wenn jemand krank ist, Erkältungsanzeichen und gleichzeitig ein Test einen sehr hohen Nachweis für die gesuchte Nukleinsäure hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit schon groß, dass das Virus eine Rolle spielt. der Test an sich kann aber nur eine Nukleinsäure anzeigen und nicht das Virus. Er kann auch nicht feststellen, ob das Virus repliklationsfähig ist oder sich bereits in den Zellen vermehrt und also, ob der Getestete ursächlich krank ist. Der Test ist hilfreich, sollte aber nicht alleinig zur Feststellung einer Krankheit verwandt werden (und das sagen eben die Hersteller selber), so wie es derzeit passiert und wo man auf einmal ach so erschreckende Zahlen an "Infizierten" erhält. Würden nur bei tatsächlich Erkrankten (mit Symptomen!) diese PCR-Tests durchgeführt, hätten wir ganz andere Zahlen.

DavidgegenGoliath
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Ich empfehle die Sendung ARD - Extra, vom 5.10.20!

Auch für Redakteure der KLZ empfehlenswert!

freeman666
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Wunschdenken vs Wirklichkeit

Wird einfach nicht machbar sein der gutgemeinte Ratschlag.
Man sieht -wie so oft- den Unterschied zwischen Gutgemeint und Gutgemacht.
Praktikabel sind aber die Möglichkeiten: Abstand halten, intensives lüften und Hände desinfizieren.

peter80
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??

Und was ist da Wunschdenken.? Wir praktizieren das in unserer Familie schon seit anfang an so. Was hindert eine daran? Schlichweg das "ich mag nicht".. "ich will nicht" "darum mach ichs nicht".. Als nicht über Wunschdenken sprechen sondern machen!!

Wendel1980
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Alles klar...

...also gehen die Kleinen einfach mal eine Woche nicht in die Schule, bevor sie Omi und Opi treffen. Wirklich realitätsnah. Oder sie dürfen sie bis Weihnachten nicht sehen. Und ja nicht mit Freunden spielen. Ach ja, und in der Arbeit melde ich mich krank, muss ja eine Woche in Vorquarantäne.

Mit Verlaub: Körperliche Distanz, Händewaschen und Räume gut lüften. Ansonsten sieht uns die Risikogruppe das nächste Jahr nicht mehr...

peter80
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..

Jo so ist das.. Wir haben unsere Großeltern seit 6 monten nich gesehen weil sie das nicht mal wollen, da bekannte an Corona gestorben sind. Also warum sollte wir unsere Kinder nochmal zu den Großeltern schicken? Sie sind ein gutes Beispiel für warums in Österreich im Gegensatz zu Italien nicht mehr funktioniert. Die Wollen.. Hier will keiner

DavidgegenGoliath
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@peter

Traurig, wenn sich Großeltern vor ihren Enkelkindern oder Kindern fürchten! Für mich ist das nicht nachvollziehbar!

Barni1
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@Peter80

Lesen Sie mal den Artikel zu den Italienischen Maßnahmen und den angedrohten Strafen. Ich glaube nicht das die wollen, eher das denen nichts anderes übrig bleibt. Maskenpflicht im Freien, bis zu 1000 Euro Strafe bei Nichteinhaltung können sich viele nicht leisten

Balrog206
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Na

Muß so ja ein schönes Leben sein ! Frag mich wenn einmal was wirklich schlimmes grassieren würde was dann los ist !

Mein Graz
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Leider ist die Aussage von Drosten hier unvollständig.

"ZEIT ONLINE: Wie soll es an Weihnachten werden, wenn ganz Deutschland zur Familie fährt und dann auch mit den Großeltern in Kontakt kommt? Lässt sich das risikoärmer gestalten?
Drosten: Ich halte das Prinzip der Vorquarantäne für eine gute Idee. Also dass Menschen einige Tage, optimalerweise eine Woche, vor dem Familienbesuch mit Oma und Opa soziale Kontakte so gut es geht vermeiden. Natürlich muss jeder im Einzelfall überlegen, wie das im Alltag umsetzbar ist: Wie macht man das mit den Kindern, die in die Kita oder die Schule gehen? Und kann man vor dem Familienbesuch einige Tage lang Besprechungen vermeiden oder ganz im Homeoffice arbeiten, wenn der Beruf es zulässt?"

Drosten "empfiehlt" nicht, sondern hält es für eine gute Idee; er spricht auch von Berufstätigen, Kindern und Schülern; er erwähnt Homeoffice.

Für mich klingt diese Aussage nicht realitätsfremd, es sind m.E. Überlegungen, die Drosten anstellt und über die man nachdenken kann.
Selbstverständlich wird es sich häufig nicht mit dem Alltag vereinbaren lassen, man kann nicht einfach ein paar Tage zu Hause bleiben.

ABER man könnte etwa zu Weihnachten den Großeltern-Besuch auf die 2. Ferienwoche verlegen, wo die Kinder schon eine Woche zu Hause sind und viele Berufstätige zu den Feiertagen auch nicht in der Firma sind.

tartaruga
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Nicht jeder

kann Drostens Vorschlag befolgen. Aber wenn nur ein paar Prozent ihre Kontakte vor einem Besuch der Großeltern einschränken könnten, wäre das Risiko schon wieder ein bisschen verringert.

erstdenkendannsprechen
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naja - es geht schon einiges

manche kontakte sind nötig (arbeit zb) - aber andere kontakte kann man einschränken.
und natürlich stirbt nicht jeder erkrankte über 80jährige - aber jeder fünfte. und das ist halt was, das man sich auch gut überlegt.

DavidgegenGoliath
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Zu Drosten fällt mir nur mehr 😂😂😂😂😂

ein!

Don Camillo
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Gut gemeint ...

... aber leider völlig weltfremd. Wie soll man soziale Kontakte vermeiden, wenn man im Berufsleben steht oder in die Schule geht.
Niemand kann sich eine Woche lang völlig isolieren, um danach Verwandte zu besuchen. Der gute Mann aus Deutschland lebt offenbar in einer anderen Welt.

erstdenkendannsprechen
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so gut es geht - meinte er ja.

und es geht vieles nicht - aber manches schon.
und dann ist es ja so, dass das kein "gesetz" ist. ich verstehe die hysterie hier im forum nicht: kann eh jeder machen, was er will. wer meint, es ist dumm - bitte.

Stemocell
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Folgendes (fiktives) Szenario:

Mein Opa ruft mich spontan an, ob ich nicht Zeit hätte, bei ihm den Rasen zu mähen, das Wetter ist heute so schön. Meine Antwort: Zeit hätte ich schon, ich muss aber erst bei der Arbeit anrufen und alle meine Termine absagen, der Arbeitgeber versteht das sicher. Nächste Woche kann ich dann vielleicht.
Glaubt dieser Drosten eigentlich, dass Familienbesuche einem geregelten Muster folgen oder was? Gerade hier am Land, wo viele Menschen mit ihren Großeltern in einem engen Nachbarschaftsverhältnis leben und man sich fast jeden Tag sieht, ist eine derartige Forderung völlig realitätsfremd. So ganz nebenbei haben mir meine Großeltern auch mehrfach zu verstehen gegeben, dass sie lieber an Corona versterben würden, als die ganze Familie monatelang nicht mehr zu sehen. Auf bussi-bussi wird halt verzichtet und wenn man Krankheitssymptome hat, besucht man für gewöhnlich sowieso niemanden, dass war aber auch vor Corona schon so.

erstdenkendannsprechen
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meine güte - hyperventilieren sie hier nicht so herum!

beim rasenmähen werden sie kaum wen anstecken.
aber das ist ja auch nur ein vorschlag - und sie tun, als ob es ein gesetz wäre!
es geht ja gerade darum, familienbesuche NICHT zu vermeiden, herrschaft, welche bretter haben sie vor der stirn?
sie können eh machen, was sie wollen, und wenn sie meinen, es ist klug, keine rücksicht auf ältere zu nehmen - dann machen sie das halt.
drosten meint halt, man sollte das schon, darf er ja meinen.

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@Stemocell Langsam denke ich, sollte Drosten mal seine Ratschläge vorher mit Nichtvirologen besprechen

Überhaupt denke ich, dass das Thema jetzt eines für Infektiologen, Hygieniker, Ärzte, Volkswirte etc. geworden ist. Wie das Virus ausschaut wissma jetzt schon alle, jetzt brauch ma mal was praktisch machbares. Das "vielleicht, wäre das gut oder eher doch nicht" bringt nix.
Wir sind jetzt in Phase II der Pandemie. Durchhalten - und das geht nicht, wenn unmögliches geraten wird.

eleasar
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Das kommt raus, wenn man allein Virologen die Diskussion überlässt.

Diese haben eine sehr einseitige (und manchmal weltfremde) Sicht auf die Dinge, die zu vermehrtem Widerstand und Spaltung innerhalb der Gesellschaft führt.

Ich finde das heute hier veröffentlichte Interview mit der Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie an der Med Uni Wien, Frau Gutierrez-Lobos sehr gut. Sie plädiert dafür, auch Experten aus anderen Fächern, wie Psychiater und Soziologen, an der Diskussion teilhaben zu lassen. Die Politik muss die Menschen mit vertrauensbildenden Maßnahmen als mündige PartnerInnen gewinnen, wenn sie die Krise gut meistern will. Angst schüren hilft kurzfristig, Ziele zu erreichen, ist aber keine langfristige Strategie und führt zu vermehrtem Widerstand.

Bitte liebe Politiker: Stellt die Diskussion auf breitere Beine und nehmt die Bevölkerung mit ins Boot als Partner auf Augenhöhe und nicht als Befehlsempfänger immer unverständlicherer, weil nicht transparenter Maßnahmen. Die Stimmung ist allmählich am kippen und solche Statements von Drosten gießen nur unnötig Öl ins Feuer.

 
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