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Psychische Folgen Psychiater Günter Klug: "Viele Menschen kommen nicht mehr aus dem Lockdown heraus"

Die Coronakrise bringt nun auch immer mehr psychisch Gesunde „ins Trudeln“, sagt Psychiater Günter Klug. Der Experte erklärt, wie dieser chronische Stress krank macht.

"Viele Menschen kommen nicht mehr aus dem Lockdown heraus"
"Viele Menschen kommen nicht mehr aus dem Lockdown heraus" © Friedberg - stock.adobe.com
 

Die Krise ist vor allem für Menschen, die schon psychisch belastet waren, eine extreme Herausforderung. Doch wie lange halten psychisch Gesunde diese Ausnahmesituation durch?

Kommentare (14)

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Ichweissetwas
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Sehr viele "leben" sich

regelrecht in die Krankheit hinein, doch das gibt es und es funktioniert. Sich so lange etwas einreden und so leben und schon ist man "schwer krank"....
Man kann aber auch anders und seine Denkweise systematisch ändern, sich positiv stärken und aufbauen!

sila01
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ich denke...

das Problem ist, dass das Gefühl verstärkt wurde, die Welt ist ein "gefährlicher" Ort und mittlerweile ist es soweit, dass jeder von uns das Gefühl hat, entweder Gefahr für jemanden zu sein oder wir durch jemand anderen gefährdet werden. Wie soll man da fröhlich, unbeschwert und hoffnungsvoll durchs Leben gehen? Ich denke wir müssen aufpassen in welche Richtung wir "getrieben" werden, da Angst manipulierbar macht... und Einzelwesen immer leichter lenkbar sind als eine Gemeinschaft. Wirtschaftliche Interessen der Leistungsgesellschaft haben uns zu "einsamen" Kämpfern gemacht, egal welches Alter... ständig bedroht durch Verlust von Strukturen oder in diesem Fall unserer Gesundheit, noch dazu durch etwas Unsichtbares. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir keine hilflosen Wesen sind, die plötzlich Schutz durch Regierungsmaßnahmen braucht, sondern wir - jeder einzelne von uns - immer auch auf den Anderen achten kann, auf junge Menschen genauso wie auf alte... egal ob mit Maske oder ohne! Wenn die Welt zu einem "einsamen" Ort in der Masse wird, sind wir alle aufgerufen dies zu ändern... Wir dürfen nicht so tun, als ob es diese Einsamkeit und Angst nicht gäbe und hier auch wieder irgendjemand anderer zuständig ist... wir alle sind zuständig und wir alle können jemandem das Gefühl geben nicht alleine zu sein... ich weiß das klingt rosarot - aber wir sind als Gesellschaft auseinander dividiert worden, wir müssen uns wieder zusammentun und aneinander Interesse zeigen...

tenke
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Aufmerksamkeit gegen Einsamkeit

Ihre Ansichten sind vollkommen richtig und können durchaus depressive Stimmungen erklären.
Nur wirkliche psychische Erkrankungen sind leider
etwas ganz anderes. Die entwickeln sich nicht in ein paar Monaten.

sila01
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ja natürlich haben Sie recht..

eine psychische Erkrankung ist was anderes als zwischendurch Einsamkeit zu empfinden. Das weiss ich, dennoch bin ich der Meinung - dass es an uns allen liegt, endlich nicht mehr so zu tun als ob wir uns dafür "schämen" müssten dass wir eine Psyche haben und unsere Psyche Grenzen der Belastbarkeit zeigt! Wir leben in einer Gesellschaft, wo sich viele für etwas schämen, entweder dafür Angst zu haben, nicht "normal" zu sein, nicht "genug" Geld zu haben, nicht "schön" genug, nicht "gebildet" genug, nicht "hart" genug, nicht "mutig" genug zu sein usw und jetzt kommt noch eine neue Angst dazu. Ich habe jahrelang als Trainerin gearbeitet, was ich daraus mitgenommen hab, ist, dass die meisten Menschen glauben sie sind, so wie sie sind.. nicht genug und wenn sie dann bei einem Arzt Hilfe suchen, bekommen sie eine Diagnose.. z.B. Depression, Posttraumatische Belastungsstörung, Angsterkrankung, Burnout usw.! ABER - WIR SIND MENSCHEN und keine Roboter. Psychopharmaka werde mittlerweile wie Schmerzmittel verschrieben und geschluckt, DA LÄUFT ETWAS FALSCH! Nicht nur das manche Diagnosen schnell ausgesprochen werden und Psychopharmaka verabreicht werden.
Ich spreche nicht von schweren Depressionen, sondern von den vielen Menschen die einfach nicht mehr mit den Strukturen der Leistungsgesellschaft zurechtkommen und in eine leichte bis mittlere Depression, Traurigkeit oder Angst rutschen.
WIR SIND ALLE KEINE COMPUTER mit reset Taste - sondern MENSCHEN mit Lebensspuren und das ist gut

sila01
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und...

manchmal genügt schon eine Frage! Wie geht es Dir in dieser Zeit?...
nicht über das Telefon oder über das Netz.. nein persönlich und mit wirklichem Interesse - mit einem Blick in die Augen.. die sind ja zum Glück auch mit MNS sichtbar... wir könnten es versuchen... denn ein ehrliches Gespräch tut uns allen gut... Mir zumindest :-)

sila01
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nochwas..

wir Corona-Einsamen.. könnten uns zumindest einmal die Woche im Stadtpark zum Sparziergang treffen... (ein Vorschlag)

Simunek
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Lockdown und Psyche

Die EINSAMKEIT ist es, das Verlieren sozialer Kontakte, das Alleine Sein, es ist teilweise unerträglich. Man kann sich OFT niemandem mehr mitteilen

Simunek
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Lockdown uns psychische Folgen

Wir haben die Folgen des Lockdowns bisher nur von der wirtschaftlichen Seite gesehen und Maßnahmen, die eine Ansteckung verhindern sollen analysiert. Aber die anderen Folgen wie gehe ich mit meiner Psyche um, was passiert in mir, wie komme ich mit der Einsamkeit zurecht, mit meinen Kindern, mit meinem Partner, das alles wurde noch sehr rudimentär behandelt. Viele Menschen leiden ans psychischen Stresssymptomen. Die Psychologische Unterstützung durch einen Psychologen oder Facharzt für Psychiatrie ist verstärkt im Fokus. Es gibt auch eine kranke Seele. Daher muss dies auch durch die Gesundheitsbehörden anerkannt werden. Wir haben ein neues Problemfeld. Wer trägt die Kosten der Behandlung?

tenke
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Ich stimme Ihnen grundsätzlich zu,

nur NEU ist dieses Problemfeld bei Gott nicht. Leider.

tenke
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Solange für Psychotherapie-Kosten (zum größten Teil)

PRIVAT aufzukommen ist, kann keiner behaupten psychisch Erkrankte ernst zu nehmen. Jede "gängige" Krankheit wird auf Kosten der Krankenkassen behandelt. Die vergleichsweise niedrigen Kosten für ÖGK und Co. jedoch werden den ohnehin in einer schwierigen Situation befindlichen Menschen zugemutet. Da überlegt sich jeder mehrfach ob er Therapien in Anspruch nimmt.
Vorschlag - um "Missbrauch" vorzubeugen: es würde ja schon reichen, wenn zumindest Chefärzte kostenlose Psychotherapie bewilligen könnten. Vielleicht denkt ja jemand darüber mal nach?!

Plantago
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Zu Risiken und Nebenwirkungen

fragen Sie Ihre Bundesregierung.

AndiK
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Sieht man ja eh

an so manchem User hier.....

Simunek
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Sieht man ja eh

Was soll der Unsinn. Solche Leute wie Sie sollten sich schämen

Ichweissetwas
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Sehr viele kommen mit ihrem

eigentlichen Leben schon nicht klar und jetzt ist Corona noch dazu gekommen! Am besten sich gleich Hilfe holen und schauen, was man selbst dazu beitragen kann!