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Nach der PandemieWeniger Reisen, mehr Daheim: Was vom Homeoffice bleiben wird

Corona zwang eine Vielzahl an Arbeitenden ins Homeoffice. Warum das Virus ein gewaltiger Beschleuniger für Veränderung ist.

 

Krisen können Chancen sein, wird einem in dunklen Stunden aufmunternd zugeflüstert. Das zumindest dachte sich auch der oberösterreichische Möbelproduzent Hali und reagierte Ende März blitzschnell. Er produzierte innerhalb von sechs Tagen Homeoffice-Pakete bestehend aus Tisch, Drehstuhl und Schrank und belieferte damit die im Homeoffice nicht selten Rückenschmerz-geplagten Schreibtischtäter.

Das Homeoffice ist wohl eine der größten Veränderungen, die das Coronavirus Mitte März Firmen, Chefetagen und Mitarbeitern bescherte. Nachdem nun viele mit Bedacht eine vorsichtige Rückkehr in die Büros wagen, stellt sich die Frage, welche Spuren Corona im Arbeitsalltag sowie unseren Wohn- und Esszimmern, die in Windeseile zwangsergonomisiert wurden, hinterlassen hat. Zukunftsforscher Andreas Reiter ist überzeugt, dass Covid-19 ein „enormer Beschleuniger“ all jener Dinge war, die schon in der Luft lagen – zum Beispiel der Digitalisierung. „Man muss sich das wie bei einem Brennglas vorstellen. Dinge, die im Wandel begriffen waren, haben sich blitzschnell verändert, weil es nicht anders ging.“ So wurde die Präsenzkultur bereits vor Maskenpflicht und Abstand-Anstand in zahlreichen Unternehmen hinterfragt. „Es wird sich hier ein situationselastisches ,Blended Working“ einpendeln. Man wird verschiedene Formate für unterschiedliche Bedürfnisse entwickeln müssen. Das ist natürlich alles sehr branchenspezifisch.“
Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro Foto © ZTB Zukunftsbüro

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