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Neues zur Ansteckung Wie viele Menschen steckt ein Infizierter an?

Neue Studie zeigt einmal mehr, wie früh Covid-Infizierte schon ansteckend sind - und wo die meisten Ansteckungen passieren.

Wie viele Menschen steckt ein Infizierter an?
Wie viele Menschen steckt ein Infizierter an? © AP
 

Wie ansteckend ist das neuartige Coronavirus? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, doch sogenannte Cluster-Analysen geben einen guten Einblick in die Übertragungswege des Virus. Nun ist eine neue Studie dazu aus München erschienen: Ende Januar tauchten die ersten Fälle von COVID-19 bei einer Firma in München auf. Eine chinesische Geschäftsreisende hatte sich zuvor mit SARS-CoV-2 infiziert und steckte bei Meetings einige Mitarbeiter eines Autozulieferers an.

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xx99
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Ansteckungsketten nachvollziehen

Interessant wie argumentiert wird, dass der MNS so wichtig ist, gleichzeitig aber anscheinend herausgefunden wurde, dass die Hauptlast der Ansteckungen im Haushalt passierte. Ebenso interessant, dass der erste symptomatische Tag wohl die meisten Ansteckungen brachte, was bedeuten würde die Mehrheit (und ich weiß... nicht alle!) der Infektionen kann alleine dadurch verhindert werden, dass sich krank fühlende Menschen tatsächlich auch die Möglichkeit eines Krankenstandes wahrnehmen und zuhause bleiben, bestenfalls inklusive Familie im gleichen Haushalt. Dahingehend müsste man auch aktiv wirken, im Hinblick auf den Umgang der Arbeitgeber damit. Diese Erkenntnisse sollte man für die Zukunft mitnehmen und weiter die Ansteckungsketten genau erforschen, denn ewig diese wirren Regeln für jede Lebenslage wird den Menschen bald anstehen. Das Ideal kann nicht sein auf den Impfstoff zu warten oder zu hoffen dass der Virus bald verschwindet, damit wieder „Normalbetrieb“ herrschen kann. Erkenntnisgewinn zur Übertragung und Anpassung der Maßnahmen daran müsste eigentlich schon seit Wochen Priorität haben. Ich persönlich vermisse dazu aber verlässliche Studien bzw. Informationen der Regierung was in diese Richtung getan wird, und man fragt sich schon ob da eigentlich was getan wird. Es kommt einem vor es wird lieber alles langfristig an ein worst case Szenario angepasst und die „neue Normalität „ propagiert, als Forschung zu betreiben damit wir bald wieder die „alte Normalität„ zurück haben

Carlo62
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Du verstehst Ursache und Wirkung nicht!

Eben weil wir in der Öffentlichkeit den MNS tragen ist die Ansteckungsgefahr dort gebannt. Im Haushalt, wo mehrere Menschen auf engem Raum leben und Kontakt haben, ist die Wahrscheinlichkeit der Infektionen deswegen größer.

xx99
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Nein!

Die Studie hat sich nämlich mit den ersten Fällen bzw. dem ersten Cluster in Deutschland befasst, da trug noch keiner MNS! Und Sie haben nicht verstanden, worum es mir geht. Von mir aus können wir den MNS auch weiter tragen, wenn das wirklich sinnvoll ist. Es geht aber darum, dass es doch wirklich jeder Regierung ein Anliegen sein sollte, zahlreiche Studien in Auftrag zu geben um zu ergründen wie die Ansteckung nun tatsächlich erfolgt bzw. wie ansteckend der Virus wirklich ist. Da gehen die Meinungen der Experten nämlich grob auseinander und bis auf vereinzelte Studien hört man da nicht viel. Was man stattdessen tut ist, dass man versucht sich längerfristig an den worst case anzupassen und ein Heilmittel oder eine Impfung abzuwarten. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust in den nächsten Jahren immer ein Regelwerk für jede Lebenslage befolgen zu müssen und auf vieles zu verzichten, wenn sich dann vielleicht herausstellt, dass das alles nicht notwendig gewesen wäre. Und daher frage ich mich: Wäre es nicht besser so rasch wie möglich mehr Wissen über die Krankheit zu gewinnen und anhand dessen die Maßnahmen anzupassen? Studien wie diese leisten dazu einen wertvollen Beitrag, nur entweder gibt es kaum welche oder man hört nichts davon.

freeman666
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Guter Artikel

absolut lesenswert!

scionescio
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„In einem Fall fanden sie eine Infektion eines Kontaktes, bevor sich Symptome zeigten, in vier Fällen fand die Übertragung wahrscheinlich am Tag des Symptombeginns statt – weitere Transmissionen können nicht eindeutig zugeordnet werden“

Ich bezweifle auf gar keinen Fall das Fachwissen der Wissenschaftler (auf welcher Basis als Nichtexperte könnte das auch gerechtfertigt sein?), aber beim Umgang mit der Statistik und den daraus abgeleiteten Schlüssen, die dann quasi als Erkenntnis oder sogar Faktum verkauft werden, wird mir flau im Magen.
Mit Testanordnungen, die zu so einer geringen Anzahl an Ereignissen führen, lässt sich seriös so eine Erkenntnis nicht belastbar belegen. Das heißt ganz und gar nicht, dass ich behaupte, dass sie unbedingt falsch sein muss - für mich ist nur die Richtigkeit der Aussage nach wissenschaftlichen Maßstäben mit einer so geringen Anzahl nicht eindeutig erbracht.
Solange man nichts Besseres hat, sollte man sich trotzdem danach richten - blöd wird es nur, wenn zwei widersprüchliche Behauptungen aufeinanderprallen und beide statistisch so schwach abgesichert sind.