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Im Test Nur sechs von 14 Bratwürsteln einwandfrei

Die Arbeiterkammer testete rohe und gebrühte Würstel: Der Preis der Produkte sagte einmal mehr nichts über die Qualität aus.

Nur sechs von 14 Bratwürsteln einwandfrei
Nur sechs von 14 Bratwürsteln einwandfrei © goldencow_images - Fotolia
 

Ob auf Christkindlmärkten oder traditionell zum Sauerkraut - Bratwürstel sind wieder in aller Munde. Wie es um ihre Qualität bestellt ist, testete die Arbeiterkammer Oberösterreich: Sechs von 14 Proben waren einwandfrei, eine jedoch nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Die Konsumentenschützer kauften 14 konventionell hergestellte Bratwurstproben aus Schweinefleisch - sechs roh und acht gebrüht - unterschiedlicher Erzeuger und ließen sie im Labor auf mikrobiologische Beschaffenheit und sensorische Eigenschaften wie Geruch, Geschmack, Aussehen und Konsistenz prüfen.

Unterschied: roh und gebrüht

Bratwürste gibt es grundsätzlich in roher und gebrühter Form – wobei die gebrühten sehr viel verbreiteter sind.

Rohe Würste sind meist nur direkt beim Fleischer zu beziehen, denn - wenn sie nicht unter Schutzatmosphäre verpackt sind - müssen sie noch am selben Tag der Herstellung verkauft werden.

Gebrühte Würste sind im Vergleich dazu wesentlich weniger verderbsanfällig, da sie bereits während des Herstellungsprozesses erhitzt werden. Was letztendlich besser schmeckt, ist Geschmackssache.

Wie lange sind Bratwürste haltbar?

Frische rohe Bratwürste sind einen Tag im Kühlschrank lagerfähig – vakuumierte beziehungsweise unter Schutzatmosphäre verpackte sowie gebrühte Würstel hingegen länger. Über die genaue Haltbarkeit gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum Auskunft. Verlängern lässt sich die Haltbarkeit durch Einfrieren.

Nicht zerkaubare Teile

Sechs erwiesen sich als einwandfrei, die zwei rohen allerdings mit leichten mikrobiologischen Mängeln. Sieben Kostproben wurden als wertgemindert eingestuft, sei es wegen alten Geruchs und Geschmacks, nicht zerkaubarer Teile, verfärbter Oberfläche oder wegen Keimzahl oder Bakterien über dem Richtwert.

Woran kann man die Frische von Bratwürstel erkennen?

Grundsätzlich sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre Sinne nutzen! Frische rohe Bratwürste scheinen oft rosig durch die Haut durch. Gebrühte Würste wirken meist etwas bleicher und steifer. Skeptisch sollte man werden, wenn sich bereits ein säuerlicher Geruch bemerkbar macht und/oder sich trübe Flüssigkeit in der Packung abgesetzt hat.

Ein rohes Produkt enthielt E.Coli und Enterobakterien deutlich über dem Richtwert und wurde damit für den menschlichen Verzehr ungeeignet gewertet. Behandelt man das Produkt aber sorgfältig und erhitzt es ordentlich durch, bestehe keine Gesundheitsgefährdung für den Menschen, erklärte die Leiterin der Abteilung Konsumentenschutz in Linz, Ulrike Weiß. Generell riet sie, rohe Fleischprodukte sorgfältig durchzuerhitzen und so rasch als möglich zu verarbeiten und "nicht einen Tag länger im Kühlschrank zu lassen".

Der Preis sagt übrigens nichts über die Qualität aus: Das günstigste Produkt mit einem Kilopreis von 8,23 Euro war einwandfrei, die teuersten mit 16,50 bzw. 16,29 Euro wertgemindert bzw. nicht zum Verzehr geeignet.

Was steckt in der Bratwurst?

Bratwürste bestehen aus circa einem Viertel Fett und liefern, laut Nährwertangaben im Test, durchschnittlich etwa 300 kcal pro 100 Gramm. Grundmaterial für alle Bratwürstel ist zumeist Schweinefleisch und Speck – manchmal auch Rindfleisch, welches in Natur- oder Kunstdärme gefüllt wird. Bratwürste, die unter der Bezeichnung „Kalbsbratwürstel“ beziehungsweise „Kalbsbratwurst“ am Markt sind, müssen darüber hinaus einen Mindestanteil von 38 Prozent Kalbfleisch aufweisen.

Gewürzt wird in der Regel mit Salz, Pfeffer, Muskat, Kümmel und Majoran. Aber auch Kardamom, Knoblauch, Piment oder zart geschnittene Zitronenschalen finden sich in manchen Rezepturen.

Mehr Informationen zum Test: hier.

Kommentare (1)

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brosinor
0
13
Lesenswert?

Ob in der Politik oder in der Wirtschaft...

...überall wird der Bürger hinters Licht geführt.

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