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NachgefragtWas können Körperteile aus dem 3D-Drucker?

Mit Höchstgeschwindigkeit hat sich der 3D-Druck in der Medizin ausgebreitet. Was dieses Verfahren schon kann, wo die Entwicklung hingeht und an welchen Stellen noch nachjustiert wird.

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Illustration of a 3d printer printing an ear
The future is now: Körperteile aus dem 3D-Drucker (Sujet) © (c) Getty Images/Science Photo Libra (SCIEPRO/SCIENCE PHOTO LIBRARY)
 

Während die internationale Presse im übertragenen Sinn große Ohren macht, setzen italienische Ärzte diese Redewendung in die Tat um:
Plastische Chirurgen rekonstruierten mithilfe eines 3D-Druckers das Ohr eines 13-jährigen Buben. Das Kind litt unter einer angeborenen Fehlbildung, konnte zwar hören, hatte aber keine Ohrmuscheln. Nun erhielt der Bub einen Ersatz aus Knorpel seiner Rippen. Knorpel gezielt nach einem Modell dreidimensional zu formen, hätte laut Lukas Prantl, Facharzt für plastische Chirugie der Uni Regensburg, viele Vorteile. Zum Beispiel mehr Genauigkeit, einen geringeren körpereigenen Gewebebedarf und vor allem kürzere Operationszeiten.

"Wenn der Knorpel tatsächlich die Stabilität des Ohres angenommen hat, ist das eine erfreuliche Nachricht", sagt Ute Schäfer, Projektleiterin vom klinischen Druckzentrum des LKH-Univ. Klinikum Graz. In dem Bereich der Regeneration zu arbeiten sei nämlich nach wie vor eine große Herausforderung.

3D-Druck: Licht- und Schattenseiten

Schuhhalter, Trillerpfeifen, Jausenboxen: Mit Hilfe eines 3D-Druckers lassen sich viele kleine und große Spielereien gestalten. Aber nicht nur. Dass es auch Schattenseiten gibt, zeigt ein Blick in die Zeitung: Der Halle-Attentäter nutzte einen 3D-Drucker für seine Waffenproduktion. Die Anleitungen soll er sich nach "Frontal 21"-Recherchen aus dem Internet besorgt haben.

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