Dass der Klimawandel auch massiven Einfluss auf den Pollenflug hat, ist mittlerweile bekannt. Schon im Dezember hat die Purpurerle die neue Pollensaison eröffnet. Nun, Mitte Jänner, hat dieser vor allem in Städten verbreitete Baum sein Blühpotenzial weitgehend ausgeschöpft. Doch die Hasel steht schon in den Startlöchern und wird in den kommenden Wochen für den ersten Höhepunkt der Pollensaison sorgen.
Zwar hat der Pollenflug der Hasel noch nicht verbreitet eingesetzt, aber vor allem im Osten Österreichs und in Wien haben erste Pflanzen ihre Blühbereitschaft schon erreicht. Bei Sonnenschein und Temperaturen ab fünf Grad Celsius ist aus diesem Grund in Ostösterreich schon mit Pollenflug zu rechnen. „Blühende Pflanzen zu erkennen und die Nähe zu meiden, ist ein großer Vorteil. Die Pollenkonzentrationen sind in unmittelbarer Nähe zur Quelle um ein Vielfaches höher“, erklärt Maximilian Bastl vom Pollenservice Wien der MedUni Wien.
Grundsätzlich wird 2025 mit einer unterdurchschnittlichen Haselblüte gerechnet, auch 2024 war ein eher schwaches Jahr. Die Anzahl der Kätzchen, die den Pollen produzieren, ist das zweite Jahr in Folge gering. Insbesondere die Baumhasel zeigt teilweise kaum Besatz. In der Steiermark ist mit einer flächendeckenden Blühbereitschaft zwischen Mitte Jänner und Anfang Februar zu rechnen.