Für viele Frauen ist ein eigenes Kind fix in der Lebensplanung verankert. Ist es dann so weit, ist die Freude groß. Neben Herausforderungen wie dem Einrichten des Kinderzimmers und dem Vorbereiten auf die Geburt stellt sich an einem gewissen Punkt in der Schwangerschaft zudem die Frage: Was ziehe ich an? Das Babybäuchlein wächst, der Knopf an der Hose geht schon lange nicht mehr zu.

Mitte des 19. Jahrhunderts sollte die erste tatsächliche Umstandskleidung vorwiegend dazu dienen, den als „peinlich angesehenen Zustand der Schwangerschaft“ zu verbergen. Wo früher lange, formlose Roben dominierten, die sich bis in die Neuzeit in unterschiedlicher Form hielten, können sich werdende Mütter heute stilistisch austoben.
In der Riege der Superstars wird der ungeborene Nachwuchs inzwischen beinahe schon zum Accessoire. Ein Paradebeispiel für einen offenen Umgang mit ihrer Schwangerschaft ist Rihanna. Die Sängerin aus Barbados definierte Umstandsmode in den vergangenen Monaten neu und zeigte ihren Babybauch gehüllt in gewagte Outfits regelmäßig in die Kamera.

Langweilige Umstandsmode? Nicht mit Rihanna.

Eng anliegende Bodysuits, Lingerie und grün schimmernde Tops aus zahlreichen Fäden – klassische Umstandsmode findet sich im Kleiderschrank der 34-Jährigen nicht. Mit ihrem selbstbewussten Auftreten beeindruckte die Sängerin in den letzten Monaten die Gesellschaft und lebt auf extravagante Weise ihren Mutterstolz aus.
Erst vor Kurzem ließ sich Rihanna von Star-Fotografin Annie Leibovitz für die Mai-Ausgabe der amerikanischen Vogue in Szene setzen und sorgte mit den ästhetischen Fotos ihres wachsenden Bauches auf positive Weise für Gesprächsstoff. Unter anderem fotografierte Leibovitz die Künstlerin in einem orangen, leicht transparenten Bodysuit von Alaïa und ließ sie auf einem Balkon im Licht der Straßenlaternen ablichten, nur in einem weißen Puffer-Mantel von Marc Jacobs und Unterwäsche von Rihannas eigener Marke X-Fenty ablichten.

Die Schönheit einer Schwangerschaft wurde in der Modewelt in Magazinen bereits öfter in den Fokus gerückt, auch Claudia Schiffer und Mariah Carey posierten in der Vergangenheit bereits mit Babybauch für diverse Magazincover – in den meisten Fällen unbekleidet. Rihanna zeigt nun ungeniert und eindrucksvoll, dass in der Modewelt auch kleidungstechnisch in der Schwangerschaft Raum für den eigenen Stil sein darf, ganz ohne unvorteilhafte Umstandsmode.

Inspiration für werdende Mütter

Die Sängerin zelebriert das Ausleben dessen, was für viele die ultimative Weiblichkeit darstellt und nimmt sich im Hinblick auf die weniger schönen Seiten einer Schwangerschaft trotzdem kein Blatt vor den Mund. Kürzlich erst gab Rihanna einen Einblick in ihren Alltag mit Babybauch und bezeichnete alles vom Anziehen bis zum Schminken als eine Herausforderung – allerdings eine, die sie gerne annehme. „Ich mag Dinge, die mich zwingen, kreativ zu sein“, sagte sie.

Claudia Schiffer ließ sich ebenfalls schwanger für die Vogue ablichten
© Vogue

Kreativ im Hinblick auf ihre Outfits ist die Sängerin in jedem Fall. Und darf gleichzeitig durchaus als Inspiration für werdende Mütter gesehen werden. Alltagstauglich mögen viele der Looks, die Rihanna bereits präsentierte, vielleicht nicht sein, doch in Sachen Selbstbewusstsein darf man sich ohne jeden Zweifel eine Scheibe von ihr abschneiden.
Die Zeiten, in denen ein Babybauch unter Tüll und Stoff versteckt werden musste, sind zum Glück lange vorbei, und die kleinen Wunder werden so verpackt wie das, was sie sind: ein Geschenk.