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Momentaufnahmen aus dem Lockdown Persönliche Highlights 2020

Andrea Wagner, 57, Dietersdorf

Für mich gibt es täglich "kleine Highlights": Eines davon ist ja schon, am Morgen gesund und guter Dinge aufzuwachen. Positive Rückmeldungen von Schüler*innen, heiße Diskussionen, ein wohltuendes Gespräch: Das sind für mich immer wieder ein Grund zur Freude. Ein absolutes Highlight ist es für mich auch, wenn es mir gelingt, meinen Schüler*innen trotz der schwierigen Zeit, trotz aller Probleme und Ängste, den Glauben an das Schöne und Gute zu vermitteln.

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Markus Baurecht, 26, Ferlach

Natürlich ist es immer sehr schwierig etwas Positives zu finden, wenn um einen herum die Welt unterzugehen scheint. Um leichter durch solche Zeiten zu kommen, ist es wichtig, sich der kleinen Momente und Erfolge bewusst zu werden. Mein Highlight ist es daher, dass meine Freundin und ich uns dazu entschieden haben, zusammenzuziehen. Das war für uns beide kein kleiner Schritt und hat mehr Hürden mit sich gebracht, als wir anfangs noch gedacht hatten. Mittlerweile sind wir aber auf Kurs und ziehen demnächst ein.

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Sonja Erlacher, 53, St. Georgen am Längsee

Dass wir als Familie mehr Zeit füreinander hatten und die Zeit wirklich genutzt haben, zum Beispiel mit Spielen, Reden und Zusammensitzen – das war für mich das Positive, was Corona mit sich gebracht hat.

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Edén Sánchez, 38, Graz:

Ich lebe seit 2005 von meiner Familie entfernt: Seitdem haben wir pro Jahr vielleicht zwei Wochen miteinander verbracht. Während des ersten Lockdowns konnte ich von Deutschland aus einen Flug nach Spanien erwischen und war dann drei Monate lang bei meiner Familie. Das war mein Highlight, weil es hat mir gezeigt, wie wichtig meine Familie für mich ist. Lange war ich nicht stolz darauf, aus einem kleinen Dorf zu kommen – es gibt viele Vorurteile, dass Leute vom Dorf weniger gebildet seien – im Lockdown habe ich gemerkt, wie viel Bewegungsfreiheit ich dort im Vergleich zu größeren Städten hatte. Und mir wurde bewusst, dass die älteren Leute den Lockdown besser ertragen: Sie sind zufriedener und nicht so abhängig von sozialen Medien wie wir jungen Leute. 

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Elisa Reithofer, 23, Villach

Positive Erlebnisse verbinde ich sogar schon mit dem ersten Lockdown, wo man wirklich viel Zeit mit seiner Familie verbringen konnte. Das war für uns eine sehr schöne Zeit. Mein Highlight heuer: Ich habe im Juni einen neuen Job bekommen. Viele haben leider ihren Job verloren – da hatte ich echt Glück. Ein weiteres Highlight war, dass ich trotz des Coronavirus jetzt im Oktober mit meinem Masterstudium beginnen konnte. Also ich fand 2020 wirklich nicht so negativ - Ich versuche immer, mich mehr aufs Positive zu konzentrieren.

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Birgit Putz, 41, Graz

All die negativen Mitbringsel, die der Corona-Lockdown im März mit sich brachte, hatten für mich auch einen positiven Nebeneffekt. Schließung des Handels und der Schulen, die Ausgangsbeschränkungen, Home-Office inklusive Kurzarbeit: All diese Dinge veranlassten mich, mein Leben zu entschleunigen. Beruflich – wenn auch gezwungenermaßen - kürzer zu treten, bewusster Zeit mit meinem Sohn zu verbringen, wieder mal frisches Brot selbst backen, kein Freizeitstress. Trotz all der öffentlichen und wirtschaftlich negativen Auswirkungen war dies tatsächlich mein persönliches Highlight des Jahres. Zeit für mich und meine Lieben und endlich wieder mal das Gefühl, nicht noch dringend wohin zu müssen, nicht noch unbedingt dies und jenes erledigen zu müssen. 

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