Hitze im BüroWas kann man sich modisch erlauben?

Shorts und Kurzarmhemd? Wenn die Temperaturen steigen, sinkt bei vielen die Hemmschwelle. Business-Stylistin Susanne Voggenberger weiß, was man trägt, um einen kühlen Kopf zu bewahren und einen guten Eindruck zu hinterlassen.

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Wenn die Temperaturen die 30 Grad-Marke übersteigen, keimt bei vielen der Wunsch, es modisch etwas luftiger anzugehen. Wie zum Beispiel ein Brite, der mit Shorts zur Arbeit erschien und wegen seines Outfits auch schnell wieder nach Hause geschickt wurde. Aus Protest erschien er wenig später in einem kurzen Kleid, was ihm verständlicherweise in den sozialen Netzwerken viele Klicks einbrachte.

Aber was ist nun wirklich an heißen Tagen erlaubt?
Diesen und anderen modischen Fragen widmet sich Business-Stylistin Susanne Voggenberger.
Ihr Tipp: "Es kommt immer darauf an, in welcher Branche man tätig ist."
Prinzipiell gilt: Je klassischer die Branche, desto traditioneller ist der Business-Style.
Susanne Voggenberger Foto © Privat

Zur Person

Susanne Voggenberger (48) hat in der Modebranche gearbeitet und ist nun als Business-
Stylistin tätig. Voggenberger berät Mitarbeiter von Unternehmen wie Bank Austria, Zürcher Versicherung, ÖBB oder Trenkwalder in Stilfragen und schult sie für den passenden Auftritt am Business-Parkett.
Infos:www.fashionstylist.at

Männer und Frauen greifen im Sommer gerne auch auf kurze Hosen zurück. Auch hier liegt der Teufel im Detail wie Business-Stylistin Voggenberger betont. "Hot Pants gehen natürlich nicht. Aber Bermuda-Shorts, die im besten Fall bis zum Knie reichen, sind eine Alternative. Der Stoff muss passen und hochwertig aussehen. Deswegen rate ich auch von Leinen ab, weil es schnell knittert und unordentlich aussieht." Wenn man die Shorts noch mit einer hochwertigen Bluse oder einem eleganten Blazer kombiniert, kann nichts mehr schiefgehen.

"Kurzarmhemd ist Freizeithemd"

Herren greifen bei der Hitze gerne zu kurzärmeligen Hemden. Hier hat die Fachfrau allerdings schlechte Nachrichten. "Das Kurzarmhemd ist einfach ein reines Freizeithemd. Wenn man als Mann korrekt gekleidet ist, sollte noch ein Zentimeter des Hemdsärmels beim Sakko zu sehen sein. Das geht beim Kurzarmhemd nicht und so sieht man sofort, dass da etwas nicht stimmig ist. Wenn man unter einen Sakko ein Kurzarmhemd trägt, passen auch die Proportionen nicht mehr."

Auch Frauen sollten nicht zu viel Haut zeigen, so die Expertin. "Der Ausschnitt sollte nicht zu tief und der Brustansatz nicht sichtbar sein. Im Business ist die kürzeste Rocklänge eine handbreit oberhalb der Kniescheibe. Kürzer bitte nicht, das ist dann schon wieder Freizeitlook. Auch Make Up und Parfum sollte man dosiert einsetzen. Das gilt auch für die Männer, die es gerne beim Aftershave übertreiben."