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Bilder vom Wilden WestenNaturwunder Grand Canyon: ein Nationalpark wird 100

Vor 100 Jahren wurde der Grand Canyon erschlossen - ein Blick in die Vergangenheit eines der spektakulärsten Canyons der Welt - von der Entdeckung durch spanische Soldaten bis zu den heutigen Bewohnern.

Rund 1600 Meter tief und spektakulär anzusehen: der Grand Canyon © (c) cphoto - stock.adobe.com (Christophe Testi)
 

Rund 450 Kilometer lang ist der Grand Canyon. Der Colorado River hat sich über Jahrmillionen ein Flussbett gegraben und eine einzigartige Naturkulisse geschaffen. Vor 100 Jahren, im Februar 1919, wurde der Grand Canyon National Park gegründet.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde er von verschiedenen indigenen Stämmen bewohnt, heute wohnen Havasupai in einen Seitenarm des Grand Canyons. Ihr Reservat kann nur zu Fuß oder mit dem Pferd über einen langen Trail erreicht werden.

Grand Canyon : Naturwunder

South Kaibab Trail

100 Jahre Grand Canyon Nationalpark: Reparaturarbeiten am heutigen Wanderpfad South Kaibab Trail. Präsident Theodore Roosevelt erklärte den Grand Canyon zum National Monument.

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Größe

Seit seiner Erweiterung 1975 ist der Grand Canyon Nationalpark etwa 4900 Quadratkilomter groß. Annähernd halb so groß wie das Bundesland Kärnten.

(c) cphoto - stock.adobe.com (Christophe Testi)

Im Wilden Westen

Guter Fang für diese beiden Cowboys am Colorado River. Er fomte über Jahrmillionen die spektakuläre Schlucht.

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West Rim

Der Skywalk, eine Rundbrücke aus Stahl und Glas ragt rund 20 Meter über den Abgrund hinaus. Etwa 1200 Meter tief unter ihr windet sich Colorado River durch die Schlucht.

(c) Pj Sampson - stock.adobe.com (Pj Sampson)

Von Spaniern entdeckt

Die Spanier stießen 1540 auf den Grand Canyon - sie waren auf der Suche nach den sagenumwobenen sieben Städten von Cibola. Bis zum Fluss kamen sie nicht, sie mussten aus Wassermangel umkehren - danach interessierte sich 200 Jahre lang niemand für den Canyon.

(c) Hillers, Jack

Entstehung

Über die Entstehung des Grand Canyon sind sich Geologen nicht ganz einig - vor rund fünf bis 17 Millionen Jahren soll er entstanden sein. Sicher ist, dass er im Februar 2019 sein 100-jähriges Bestehen als Nationalpark feiert.

(c) Jens Hilberger - stock.adobe.com

Tourismus

Ab den 1880er Jahren wurde der Grand Canyon als touristisches Ziel weiterentwickelt. Heute erobern den Nationalpark rund fünf Millionen Besucher pro Jahr.

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Bewohner

Schon vor etwa 3000 Jahren lebten Menschen im Gebiet des Grand Canyon. Sie waren Jäger und Sammler.

(c) bruno - stock.adobe.com

Ausnahme

Nur selten schneit es im Nationalpark. Mitte Februar 2019 sah man den Grand Canyon schneebedeckt.

(c) Gary - stock.adobe.com

Naturwunder

Der Grand Canyon wurde 1979 in die UNESCO-Weltnaturerbeliste aufgenommen. Entdecken kann man die Schlucht zu Fuß, per Maultier, Geländewagen, Helikopter oder beim Raften. Ausgangspunkt ist zumeist das am South Rim gelegene Grand Canyon Village.

(c) Aliaksei - stock.adobe.com
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Erste Entdeckung

Die westliche Welt erhielt Einzug, als der Grand Canyon 1540 durch eine spanische Soldatengruppe entdeckt wurde. Es waren Mitglieder der Coronado-Expedition, auf der Suche nach den sagenhaften sieben Goldstädten von Cibola. Zum Colorado River schafften sie es nicht - nach drei Tagen Fußmarsch ging ihnen mit ihren schweren Rüstungen das Wasser aus, sodass sie umkehren mussten.

Kräftezehrende Expedition

Die erste Expedition durch den Grand Canyon führte 1869 Major John Wesley Powell an. Sein Ziel war es, die Schlucht zum ersten Mal zu kartographieren. Dafür begab er sich mit neun Männern und vier Paddelbooten durch die Fluten des Colorado. Als sie nach drei Monaten endlich den Canyon erreichten, hatten sie eines ihrer vier Boote verloren, auf dem sich nicht nur wichtige Messinstrumente, sondern auch ein Großteil des verbliebenen Proviants befanden.

Reisen zum Grand Canyon

Aktuelle Informationen - auch zur Schneelage - holt man sich hier: nps.gov

Mehrere Tage lang ließen sie sich auf den Stromschnellen treiben, bis die Expedition Ende August völlig erschöpft und ausgehungert am Westende des Grand Canyon ankam. Sechs Männer beendeten die Reise. Zwei Jahre später unternahm Powell, einen zweiten Anlauf, um die Karte zu vervollständigen. Zu dieser Zeit benutzte er zum ersten Mal den Begriff "Grand Canyon" - zuvor wurde das Naturwunder lediglich "Big Canyon" genannt.

Eisenbahn brachte Tourismus in Fahrt

Der Tourismus blühte auf, als 1901 eine Eisenbahnverbindung von Williams zum South Rim eingeweiht wurde. Ab 1905 war das exklusive El Tovar Hotel im Grand Canyon Village die erste Anlaufstelle für wohlhabende Reisende. Die Zimmer waren fein eingerichtet und hatten Dampfwärme. Außerdem bot ein Gewächshaus frisches Obst und Gemüse.

Zu den berühmtesten Besuchern zählte damals der Präsident Theodore Roosevelt. Der New Yorker hatte eine gewisse Vorliebe für den amerikanischen Westen und insbesondere für den Grand Canyon. So erklärte er 1906 im Zuge seiner Bemühungen für den Naturschutz das Gebiet zum Grand Canyon National Monument.

 

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