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Das erste MalEin Autobahnmeister berichtet von seiner ersten Schneepflug-Fahrt

Der erste Winter ließ nicht lange auf sich warten: Autobahnmeister Markus Bratschko über seinen ersten Aus(p)flug.

© Asfinag
 

Markus Bratschko (39) ist Autobahnmeister in Unterwald. Sein Betreuungsgebiet umfasst die A-2-Südautobahn im Bereich Mooskirchen bis zum Packsattel. Somit ist er Herr über 32 Kilometer Autobahn, deren stärkste Steigung sechs Prozent beträgt, vier Tunnelanlagen und kurvenreiches Gebiet. Aber auch ein Profi wie er wird seine erste Pflugfahrt nie vergessen.

Ich habe diese Räumfahrzeuge schon immer mit Respekt betrachtet, als ich auf der A 2 nach Lannach zu meiner vorherigen Arbeit gependelt bin. Sie sind ja schon um einiges größer als auf Gemeinde- oder Landstraßen. Als Probefahrzeug bekam ich damals einen 3-Achs-Lkw mit Front-, Seitenpflug und Streuautomat. Nach einer Einschulung und einer Proberunde im Bauhof ging es auf die Strecke. Hier habe ich gesehen, dass unsere Mitarbeiter Hochleistungssport erbringen. Anspannung, Konzentration und Schweißausbrüche – alles war dabei.

Worin lag denn die Herausforderung?

Man muss so viele Knöpfe bedienen, gleichzeitig muss man sich aber aufs Fahren selbst und auf den Verkehr konzentrieren. Aber auch die Pflüge sollte man im Blickfeld haben. Die Geschwindigkeit ist ebenfalls wichtig, damit man die Sicherheitseinrichtungen und Verkehrszeichen nicht durch den Schnee, der von den Pflügen ausgeräumt wird, beschädigt sowie um eine gleichmäßige Salzstreuung gewährleisten zu können. Und dann sind da noch die Tunnel! Ich dachte mir nur: Wie komme ich da jetzt durch? Was muss ich als Erstes machen? Pflüge einklappen? Streuer ausschalten? Wo befindet sich mein Seitenpflug? Wie viele Autos sind hinter mir? Fährt eines neben mir? Habe ich genug Abstand zum Fahrbahnrand? Fragen über Fragen. Ich hatte sicher einen Blutdruck von 200. Ich war durchgeschwitzt, als wäre ich hundert Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Ich erinnere mich jeden Winter an diese erste Ausfahrt.

Graut Ihnen arbeitstechnisch denn vorm Winter?

Nein, man macht sich nur Gedanken, wenn es wirklich mehrere Tage hindurch schneit und die Mitarbeiter zwölf Stunden mit vollster Konzentration diese Arbeiten bei Tag und Nacht verrichten. Das ist wahre Schwerarbeit.

Foto © Asfinag

Information

Markus Bratschko ist seit 2010 Autobahnmeister bei der Asfinag Service GmbH in Unterwald.
Zum Beruf: Führerscheine, technisches Know-how und Führungskompetenz von Vorteil. Es gibt spezielle firmeninterne Schulungen.