Der Reedsee liegt idyllisch auf rund 1830 Metern in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern. Besonders im Herbst ist der stille Bergsee einen Besuch wert. An schönen Tagen spiegeln sich zahlreiche 3000er-Gipfel im glasklaren Wasser. Zum Baden ist es um diese Jahreszeit zu kalt, auch wenn der Aufstieg durchaus schweißtreibend ist.

Der Waldsteig aus dem Kötschachtal herauf ist nicht unbedingt einfach. Viele hohe Trittstufen und rutschige Steinblöcke erfordern volle Konzentration und Trittsicherheit. Vorsicht ist vor allem im Herbst geboten, wenn die Steine auch tagsüber nicht mehr auftrocknen. Oben angekommen wird man jedoch für die Mühen des Aufstiegs reichlich belohnt. „Den Reedsee muss man sich verdienen“, so sagt man. Also heißt es zeitig losgehen, denn die Tage sind schon kurz.

Wanderung zum Reedsee

Erreichbar ist das Kleinod aus dem hinteren Gasteinertal. Wir starten im Kötschachtal beim Hotel Grüner Baum. Zunächst folgen wir der ebenen Forststraße in Richtung Alpengasthof Prossau. Nach einer halben Stunde Gehzeit führt uns die Wegmarkierung über die Kötschacher Ache.

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Eine schmale Holzbrücke bringt uns auf die rechte Talseite, wo wir einem schmalen Pfad folgen. In zahlreichen Kehren geht es steil und wenig aussichtsreich durch einen Hochwald bergwärts. Nach etwa zwei Stunden wird das Gelände plötzlich flacher und der Reedsee liegt zauberhaft vor uns. Am südlichen Ufer steht eine Alpenvereinshütte, die jedoch nicht bewirtschaftet ist.