Viele Kräuterbitter sind heutzutage geradezu Kult und haben eine lange Geschichte. „Die meisten haben aber eine sehr dunkle Farbe“, erklärt der eigentlich als Bühnenbildner tätige Mitterdorfer. „Das Besondere an unserem Bitter ist, dass er eine tolle helle, fast goldene Farbe hat. Die bräunlichen herkömmlichen Varianten gehen meiner Meinung nach zu sehr in die Gesundheitsrichtung“, erklärt der Neo-Bitter-Produzent.
Video – So wird der „MitterBitter“ produziert
Die Rezeptur wird selbstverständlich nicht verraten. Nur so viel rückt Kainzinger-Webern heraus: „Wir verwenden acht Kräuter und Gewürze.“ Das wäre zum einen Enzian, der den Hauptbitterstoff bringt. „Zusammen mit dem Wermut sorgt er für eine feine bittere Note“. Im Mix findet sich auch Walnuss, Zimt und Muskatnuss. Abgerundet wird mit Orange und Akazienhonig aus der Steiermark. „Einfach um das ein bisschen angenehmer zu machen.“
Mit Vol. 41 % ist der MitterBitter kein Likör mehr. Am Gaumen jedoch kommt er tatsächlich extrem leichtfüßig daher. Ein hochwertiger Kräuterbitter sollte im Geruch nämlich harmonisch und ausgeglichen sein. Auf keinen Fall einseitig. Der Geruch soll kräftig und im Gesamtbild interessant sein. Ein einzelner Inhaltsstoff sollte nicht dominieren und die anderen Kräuter verdecken.
Wer Bitter nicht pur trinken mag, dem sei er als Drink ans Herz gelegt. Die MitterBitter-Macher raten: „Mit Bitter Lemon und Soda aufspritzen, einen Eiswürfel und eine Scheibe Zitrone dazu. Himmlisch.“