Ein Film, der mit Genres und Ästhetiken spielt und es schafft, ein ernstes Thema zärtlich und humorvoll zu verhandeln: Mit Florian Pochlatkos „How to Be Normal or The Oddness of the Other World“ hat die Diagonale 2025 den perfekten Eröffnungsfilm gefunden: Das zeigte die Gala am Donnerstag in der Grazer Helmut-List-Halle, nicht zuletzt, weil der in Graz aufgewachsene Filmemacher die Gelegenheit zu einer emotionalen Verteidigungsrede für die „großartige und blühende Kulturszene“ des Landes nutzte, die sich durch Förderkürzungen und ein blauschwarz umgefärbtes Kulturkuratorium derzeit akut bedroht sieht: Er selbst, so Pochlatko, verdanke sein Künstlersein dem Aufwachsen in diesem Umfeld, das viele unterschiedliche Zugänge zu Kunst und Kultur ermöglichte: „Voller Stolz stehe ich heute da und darf endlich etwas zurückgeben. Und: Ich bin auch Volkskultur“, wandte er sich an eine Politik, die in der Steiermark jüngst Kultur und Volkskultur zwischen ÖVP und FPÖ aufgeteilt hat.